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Antirassismus-Wochen für mehr nutzen

Ein bisschen wenig

Natürlich zählt auch die nette Geste, das auf Harmonie bedachte Beisammensein bei süßem Gebäck und Tee. Zweifelsohne ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben. Aber anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist das etwas wenig und wird dem damit verbundenen Datum nicht gerecht.

veröffentlicht am 25.03.2019 um 19:03 Uhr

Philipp Killmann

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

Zumal die Begrifflichkeiten in Anbetracht des ausgewählten Ortes des Gesprächs offenbar miteinander verschwimmen: Islamfeindlichkeit hier, Rassismus da, ganz davon zu schweigen, dass andere Gruppen gänzlich außen vor bleiben. Am 21. März 1960 wurden bei einer Demonstration in Südafrika 69 Menschen von der Polizei erschossen, weil sie gegen die rassistischen Apartheid-Gesetze protestierten. Sechs Jahre später erklärte die UN den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung. Dieses Datum könnte somit Anlass für viel mehr sein. Auch in Hameln. Deshalb ist der Vorschlag von Suna Baris für eine große gemeinsame Aktion zu begrüßen. Diese sollte sich dann nur nicht auf Folklore, Kaffee und Kuchen beschränken, sondern sich auch der offenkundig offenen Fragen annehmen: Was ist Rassismus überhaupt? Wo fängt er an? Was ist antimuslimischer Rassismus? Was ist Antiziganismus? Was Antisemitismus und woran ist er zu erkennen? Fragen, die in Workshops und Vorträgen mit Kunst und Kultur beantwortet werden könnten. Die Wochen gegen Rassismus böten dazu eine gute Gelegenheit.



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