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Drei Abgeordnete sind sicher, vielleicht gehen sogar vier nach Berlin

Die Weserbergland-Clique

Wir kennen das: An Wahlabenden gibt es auf der großen Berliner Bühne im Grunde ja immer nur Sieger. Jedenfalls neigen Politiker selbst dazu, stets nur jene Seiten ihrer Ergebnisse zu interpretieren, die im Licht stehen. Da findet dann jede Partei irgendwann im Laufe eines solchen Abends ihr Siegerdetail. Insofern wird es in den kommenden Tagen und vielleicht sogar Wochen extrem spannend sein, zu beobachten, wie sich die Grünen, vor allem aber die FDP zwischen Jamaika und Ampel entscheiden werden.

veröffentlicht am 27.09.2021 um 01:06 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Wir haben gestern Abend viel vom „Auftrag der Wähler“ gehört. Im Weserbergland ist dieser Auftrag übrigens extrem deutlich erteilt worden: Glückwunsch an Johannes Schraps, der den Wahlkreis Hameln-Pyrmont-Holzminden erneut und zugleich sogar verbessert für die Sozialdemokraten gewonnen hat. Er hat als politischer Platzhirsch seinen Gegenkandidaten kaum Raum und keine Chance gelassen – allerdings haben diese sich auch nicht wirklich zwingend in den politischen Mittelpunkt der Wähler gespielt, auch CDU-Kandidatin Mareike Lotte Wulf nicht. Mit Schraps bleibt dem Bundestag und unserer Region ein Abgeordneter aus Hameln-Pyrmont erhalten, der sich in den letzten vier Jahren wirklich krumm gemacht und dabei auch ganz gut abgestrampelt hat für die Menschen im Weserbergland.

Aber für das Weserbergland als ländliche Region, die es nicht immer und nicht überall leicht hat, kommt es bei dieser Bundestagswahl noch besser: Denn mit Mareike Lotte Wulf und Helge Limburg ziehen mit Schraps gemeinsam auch noch eine CDU-Abgeordnete und ein Grünen-Abgeordneter in den neuen, großen Bundestag ein. Und eventuell kommt mit Barbara Fahncke sogar noch eine vierte Abgeordnete hinzu – das sind also drei sichere und am Ende vielleicht sogar vier Abgeordnete, die von der Weser an die Spree gehen. Das ist ein gutes Ergebnis für das Weserbergland, denn je mehr Politiker von hier in den Machtzentren des Landes sitzen, mitreden und mit entscheiden, desto besser kann es doch nur sein für unsere Region.



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