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Vieles bleibt unklar

Details, bitte!

Die im Gruppenvertrag festgeschriebenen Ziele sind gut, richtig, erstrebenswert. Doch Skepsis ist angebracht:

veröffentlicht am 28.10.2021 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 28.10.2021 um 20:00 Uhr

Jens Spickermann

Autor

Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Wer die Ziele auf welche Weise mit welchem Geld erreichen soll, wird bei mehreren Punkten nicht deutlich. Als Beispiele seien das „Gründerzentrum“, die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und die Aufgaben im sozialen Bereich genannt. Die Einsicht, dass es gegen Wohnungslosigkeit ein „klares Konzept“ braucht, ist zudem noch kein klares Konzept. Dass Investitionen wichtig sind, „disziplinierte Haushaltsführung“ aber auch, klingt eher nach Binsenweisheit als nach einem Finanzplan. Eindeutigere Aussagen hätte man sich auch im Bereich Bildung gewünscht: Jedes Kind solle „nach Möglichkeit“ wohnortnah beschult oder betreut werden, heißt es dort. Ist das nun eine Bestandsgarantie für kleine, dörfliche Grundschulen? Sollen etwa weitere Kitas im ländlichen Bereich gebaut werden? Was bedeutet eigentlich „wohnortnah“? Oder soll die Beschulung und Betreuung eben nur „nach Möglichkeit“ wohnortnah stattfinden, und die Möglichkeit besteht nun einmal nicht, wenn keine Schule im Dorf steht? Dann hätte man sich den Satz auch sparen können. Und spricht eine „zukunftsorienterte Straßenführung“ eigentlich für oder gegen Ortsumgehungen? Man kann nur hoffen, dass die Ampel-Parteien auf die vielen offenen Fragen überzeugende Antworten finden. Dann kann‘s gut werden!



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