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Aktionismus ist fehl am Platz

Das ist Unsinn

Worum geht’s eigentlich? Um Aktionismus? Oder um die Sicherheit auf Hamelns Straßen und den Verkehrsfluss in dieser Stadt? Nein, wir wollen nicht, dass verrückt spielende Raser oder hektische Transporter andere Autofahrer, Biker, Radler und Fußgänger gefährden oder gar zu Tode fahren. Aber: Starenkästen sind in Nullkommanichts bekannt, provozieren Brems- und Beschleunigungsmanöver, verlagern Ferrari-Rasereien auf andere Strecken und sind damit völlig unsinnig – insofern werden solche stationären Blitzerkästen Hameln nicht sicherer machen.

veröffentlicht am 14.09.2015 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 23.09.2016 um 16:38 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Wer unsinnige Raserei unterbinden will, muss sich deutlich intelligentere Lösungen einfallen lassen. Diese müssen unbedingt zwei Dinge vereinen: Sicherheit für alle – und einen zügigen Straßenverkehr. Denn es bleibt, machen wir uns doch nichts vor, eben auch wichtig, dass man schnell von A nach B kommt. Es darf nicht nur darum gehen, zu überlegen, wie die Autofahrer möglichst häufig schleichen und lange stehen müssen. Und es macht auch einfach keinen Sinn, der ganzen Stadt gleichmäßig Tempo 50 überzustülpen – wer alles über einen Kamm schert, provoziert Raserei geradezu.


Verkehrsplanung muss dem Verkehrsfluss dienen. Dafür braucht man ein intelligentes Konzept mit zügigem Tempo 60 auf dem Wall und den Hauptstraßen, langsameren Nebenstraßen und gedrosselten Wohngegenden – sowie intelligente Ampelsysteme und grüne Wellen.

Zu lange ist in dieser Stadt in die falsche Richtung gedacht worden. Jetzt gibt es die Chance, es klüger zu machen. Ohne Aktionismus. Ohne Starenkästen. Dafür mit Intelligenz.



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