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Maskenpflicht gilt überall, wo Menschen aufeinandertreffen – nur nicht in Schulen

Das gehört in die Tonne

Ab Montag gilt in Deutschland eine Maskenpflicht: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das Tragen von Gesichtsmasken an vielen Stellen in der Öffentlichkeit zur Pflicht. Mit der Vorschrift, Mund und Nase mit Stoff zu bedecken, soll die Gefahr minimiert werden, Mitmenschen mit dem Corona-Virus anzustecken.

veröffentlicht am 24.04.2020 um 16:18 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Neben OP-Masken sind auch selbst genähte Stoffmasken oder über das Gesicht gezogene Schals und Tücher erlaubt. Die Maskenpflicht gilt überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen und es mit dem ebenfalls vorgeschriebenen Abstandhalten von mindestens anderthalb, besser noch zwei Metern eng werden kann. Das gilt beim Einkaufen in Geschäften und auf dem Markt, das gilt im Bus, im Taxi und in der Bahn, das gilt am Bahnhof und an allen Haltestellen, das gilt im Krankenhaus, in Pflegeheimen, in Apotheken und Drogerien, sogar beim Friseur, Optiker und Hörgeräteakustiker. Okay, wir müssen uns alle erst daran gewöhnen, aber es wird schon gehen. Und es dient ja unser aller Gesundheit.

Fassungslos müssen wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass es einen Ort gibt, an dem die Maskenpflicht nicht gilt: in den Schulen. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hält es schlicht nicht für notwendig, dass Schüler und Lehrer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dabei müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn unser Kultusminister schlauer sein sollte als alle Virologen und Hygieniker zusammen. Die Wissenschaft fordert den Mundschutz, alle Bundesländer machen ihn zur Pflicht – nur bei Schülern und Lehrern soll es nicht darauf ankommen? Diese Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen, passt überhaupt nicht in die Zeit, wirkt geradezu grotesk – und gehört in die Tonne. Herr Tonne, revidieren Sie diese Entscheidung.



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