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Güsgen greift die Falsche an

Daneben

Die Forderung von Hans Wilhelm Güsgen schießt übers Ziel hinaus. Man kann den DITIB-Dachverband wegen dessen Nähe zum türkischen Staat hinterfragen. Man kann kritisieren, dass die Imame in den DITIB-Gemeinden von einer türkischen Behörde gestellt und bezahlt werden. Aber die Integrationsbereitschaft und demokratische Gesinnung der Integrationsmanagerin Suna Baris anzuzweifeln, nur weil sie in der Hamelner DITIB-Gemeinde im Vorstand sitzt, ist daneben – zumal Güsgen Baris noch nicht einmal kennt.

veröffentlicht am 20.04.2017 um 19:32 Uhr
aktualisiert am 26.06.2017 um 21:53 Uhr

Philipp Killmann

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

Suna Baris ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, hat hier studiert und war jahrelang im „FiZ“ tätig. Sie ist, wenn man so will, ein Musterbeispiel für gelungene Integration. Seit 2016 sitzt sie im Vorstand der Hamelner DITIB-Gemeinde. Es ist ein deutlich jüngerer Vorstand als zuvor.

Er besteht aus der zweiten Generation türkischer Gastarbeiter, ist gebildet, gibt sich modern, liberal und aufgeschlossen. Lieber heute als morgen würde er die Imame aus der Türkei durch Prediger aus Deutschland ersetzen. Damit macht sich der junge Vorstand nicht nur Freunde. Dessen ungeachtet muss die Gemeinde es aushalten, für ihre Mitgliedschaft in einem Verband kritisiert zu werden, welcher der Erdogan-Regierung nahesteht und zuletzt durch zweifelhafte Prediger von sich reden machte.

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