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So kann Kultur leiden

Brandschutz-Irrsinn

Sicherheit geht vor. Klar, keine Frage. Und niemand, der Verantwortung für eine Veranstaltung auf der Schlossinsel übernimmt, würde sich darüber hinwegsetzen. Doch die Frage darf erlaubt sein, ob die Vorgaben nicht überzogen sind.

veröffentlicht am 07.06.2018 um 16:41 Uhr

Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat von „Brandschutz-Irrsinn“ und „völlig überzogenen, praxisfernen und bürokratische Regelungen“ gesprochen. Brandschutzexperten geben ihm recht. Im Fall der Pyrmonter Schlossinsel bedeutet das einen hässlichen zweiten Rettungsweg, der die historische Anlage ebenso beeinträchtig wie die elf Masten mit insgesamt 24 Lautsprechern für den Notfall. Man muss sie sehen, um es zu glauben. Die Krönung aber sind die Vorgaben für die Anzahl der Feuerwehrleute und die anderen Helfer. Die überfordern vor allem die Planer der ehrenamtlich organisierten Feste und Konzerte. Es ist gar nicht nötig, bei kulturellen Angeboten den Rotstift anzusetzen. Kultur kann man auch mit Brandschutzbestimmungen erledigen.

u.kilan@dewezet.de



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