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Eklat stört tolle Aktion von Sparda und ffn

Angriff auf die Presse

Die Stiftung der Sparda-Bank Hannover gibt 25 000 Euro für einen Kinderspielplatz aus, der Radiosender ffn promotet das Thema landesweit – es ist ein besonderes Ereignis für den evangelisch-lutherischen Kindergarten St. Nicolai in Coppenbrügge. Eigentlich. Wasser in den Wein gießt ausgerechnet die Leiterin des Kindergartens, Andrea Schreiber:

veröffentlicht am 28.09.2020 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 28.09.2020 um 18:20 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Sie sorgt für einen Eklat, indem sie unserer Zeitung den Zugang zu einer von ffn veranstalteten Pressekonferenz verwehrt. Und zwar, weil sie sich über eine frühere Berichterstattung unserer Zeitung über einen Coronafall in genau jenem Kindergarten geärgert hat.

Klar ist: Man darf sich über uns ärgern. Man darf unsere Berichterstattung kritisieren. Man darf sich beschweren, seinem Ärger Luft machen, mit uns in den Dialog treten, sich austauschen und nach einem Konsens suchen, wie es unter Erwachsenen üblich sein sollte. Wir sind nicht frei von Fehlern. Aber wir wissen, dass es kein Fehler ist, unsere Aufgabe als Journalisten wahrzunehmen – und die lautet nun mal, die Öffentlichkeit zu informieren. Sei es über zum Beispiel Corona-Fälle, Politik im Großen oder Kleinen – oder eben auch neue, teure Spielplätze für Kinder, für die eine hannoversche Bank viel Geld im Weserbergland ausgibt.

Klar ist auch: Wer einzelnen Medien zu Presseterminen den Zugang verwehrt, weil ihm oder ihr ein Bericht, die Berichterstattung oder vielleicht die Arbeit eines einzelnen Kollegen nicht gefällt, der tut etwas grundlegend Falsches und zeigt, dass er weder ein demokratisches – noch in diesem Fall christliches – Verständnis von einem gedeihlichen Miteinander hat. Es geht hier „nur“ um einen 30 000-Euro-Spielplatz. Aber dennoch: Das war ein Angriff und Eingriff in die Pressefreiheit – und das darf weder im Kleinen noch im Großen, in keinem einzigen Fall hingenommen werden.



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