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Prähistorischer Trampelpfad

Längste und größte Dino-Spur - Wer war das?

Plagne (dpa) - Die größten Dino-Fußspuren und die längste Dino-Fährte der Welt wurden vor einigen Jahren bei Plagne nahe Lyon in Frankreich entdeckt.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 12:00 Uhr
aktualisiert am 18.11.2017 um 10:50 Uhr

Die Dino-Fußspuren in der Nähe von Plagne (Frankreich). Foto: Patrick Dumas/CNRS/dpa

Nun legen die Forscher eine Studie zum Verursacher des prähistorischen Trampelpfads vor: Ein mindestens 35 Meter langer und mindestens 35 Tonnen schwerer Dinosaurier müsse dort vor 150 Millionen Jahren durch das heutige Jura-Gebirge gestapft sein, berichten sie im Fachjournal «Geobios».

Die Wissenschaftler des französischen Forschungsinstituts CNRS hatten die bisher gesammelten Daten zu den Spuren und zum Umgebungsgestein analysiert und daraus auf den Verursacher der gigantischen Fußabdrücke geschlossen. Die teils mehr als einen Meter breiten Spuren waren im Jahr 2009 entdeckt worden. Nach weiteren Ausgrabungen wurde klar, dass sie zu einer über 155 Meter Länge erhalten gebliebenen Dino-Fährte gehören - zum zweiten Mal Weltrekord.

Zur Zeit des Giganten müsse das seichte, warme Meer in der Region von zahlreichen Inseln und Landbrücken durchzogen gewesen sein, die den Pflanzenfressern ausreichend Nahrung boten, schließen die Forscher. Sie errechneten auch, dass der Riese mit 2,80 Meter Schrittlänge und rund vier Kilometer pro Stunde unterwegs war - langsamer als viele Fußgänger. Der Saurier erhielt den Namen Brontopodus plagnensis.

Dino-Fans müssen sich noch gedulden, bis sie die Fährten selbst in Augenschein nehmen können. 2015 und 2016 hatte man den Fundort bei Plagne während der Sommersaison noch für Besucher zugänglich gemacht. Doch weil der Zustand mancher Fußspuren sich verschlechterte und es zu teuer war, die provisorische Winter-Abdeckung jedes Jahr wieder zu entfernen, wurde er fürs Erste geschlossen.

Nun sollen Spezialisten zunächst die Abdrucke dauerhaft schützen und den Ort für Besucher herrichten, diese Arbeiten sollen nach Angaben der örtlichen Behörden spätestens 2019 ausgeführt werden.

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