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Auftakt am 3. April in Hamburg

Verdi ruft Bankbeschäftigte zu Warnstreiks auf

Berlin (dpa) - An mehreren Tagen in der ersten Aprilhälfte ruft die Gewerkschaft Verdi Bankangestellte in verschiedenen deutschen Städten zu Warnstreiks auf.

veröffentlicht am 02.04.2019 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 03.04.2019 um 10:51 Uhr

Verdi-Fahne vor einer Bank. Die Gewerkschaft hat Bankenwarnstreiks angekündigt. Foto: Jochen Lübke

Als erste treten am 3. April in Hamburg unter anderem Beschäftigte der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Hamburger Sparkasse ganztägig in den Warnstreik, wie Verdi mitteilte. Am 5. April seien in Berlin, sowie in Städten in Hessen, Brandenburg, Baden-Württemberg und in den Regionen Münsterland und Ostwestfalen/Lippe Mitarbeiter verschiedener Banken zum Warnstreik aufgerufen. In der Woche ab dem 8. April solle es zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommen. Zudem gebe es zahlreiche Kundgebungen in vielen betroffenen Städten.

Wie viele Beschäftigte insgesamt aufgerufen seien, konnte die Gewerkschaft nicht sagen. Laut Verdi müssten Bankkunden sogar mit Filialschließungen rechnen.

Die Banken sehen das anders: Die Arbeitgeberverbände der privaten und der öffentlichen Banken rechnen nicht mit größeren Einschränkungen. Bei bisherigen Aktionen sei es auch nicht zu nennenswerten Auswirkungen für Bankkunden gekommen. Eine genaue Einschätzung, welche Folgen die Warnstreiks konkret haben könnten, lasse sich aber noch nicht abgeben, sagte Carsten Rogge-Strang, Geschäftsführer Tarifpolitik im Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AVG Banken).

Zum Auftakt-Warnstreik an diesem Mittwoch in Hamburg zeigte sich auch die Hamburger Sparkasse (Haspa), die zu den betroffenen Geldinstituten gehört, gelassen: Man rechne zunächst nicht damit, dass es durch den Warnstreik zu Auswirkungen für die Kunden komme.

Derzeit verhandeln die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der privaten und öffentlichen Banken für etwa 200.000 Beschäftigte einen neuen Tarifvertrag. Verdi will unter anderem sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen.

Verdi wirft den Arbeitgebern vor, die Warnstreiks provoziert zu haben, weil sie die Fortführung der Verhandlungen davon abhängig machten, dass die Gewerkschaft nahezu alle Forderungen zurücknimmt. Die Arbeitgeberverbände weisen die Vorwürfe zurück. Aus ihrer Sicht sei das Forderungspaket der Gewerkschaft «historisch umfangreich, viel zu dick». Der nächste Verhandlungstermin ist am 11. April in Berlin.



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