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Ostdeutschland holt auf

Reallöhne in Deutschland 2018 um 1,0 Prozent gestiegen

Wiesbaden (dpa) - Die Arbeitnehmer in Deutschland haben auch im vergangenen Jahr vom wirtschaftlichen Daueraufschwung profitiert.

veröffentlicht am 07.02.2019 um 12:00 Uhr
aktualisiert am 08.02.2019 um 11:21 Uhr

Reallöhne gestiegen: Den nominalen Lohnsteigerungen von 3,0 Prozent standen um 1,9 Prozent höhere Verbraucherpreise gegenüber. Foto: Sebastian Kahnert

Ihre Gehälter legten nach Abzug der Preissteigerungen im Durchschnitt um 1,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichtete.

Die hohen nominalen Lohnsteigerungen von 3,0 Prozent wurden von den ebenfalls stärker gestiegenen Verbraucherpreisen (plus 1,9 Prozent) zum großen Teil aufgefressen. Höhere Lohnsteigerungen hatte es zuletzt im Jahr 2011 gegeben, die Preissteigerungen waren im Jahr 2012 das letzte Mal kräftiger gewesen.

Im vergangenen Jahr wurde mit einer Reallohnsteigerung von 1,0 Prozent das Mittel der vergangenen zehn Jahre von 1,1 Prozent knapp verfehlt. 2017 hatten die Reallöhne nur 0,8 Prozent zugelegt. Lediglich im Jahr 2013 hatte es einen leicht negativen Wert gegeben. Zu Beginn des Jahrtausends hatten die Arbeitnehmer hingegen regelmäßig Reallohnverluste hinnehmen müssen.

In einer bereits veröffentlichten Langfristbetrachtung zeigt sich, dass Ostdeutschland bei den Löhnen etwas aufgeholt hat. Dort stiegen die Bruttolöhne im Zeitraum zwischen 2007 und 2017 mit 31,4 Prozent schneller als im Westen mit 25,2 Prozent. Auch konnten Frauen etwas höhere Gehaltszuwächse (plus 28,1 Prozent) realisieren als Männer (plus 24,6 Prozent).

Die Verbraucherpreise legten in dieser Periode laut Bundesamt nur um 13,7 Prozent zu. Es bleibt aber wegen der unterschiedlichen Ausgangswerte bei deutlichen Einkommensunterschieden: Ohne Sonderzahlungen kam ein ostdeutscher Vollzeitbeschäftigter im dritten Quartal 2018 monatlich auf 3173 Euro brutto verglichen mit 4013 Euro im Westen.



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