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Zuwachs bei Kartenzahlungen

Mehr bargeldlose Zahlungen in Deutschland und Europa

Frankfurt/Main (dpa) - Verbraucher in Deutschland und anderen europäischen Ländern zahlen immer häufiger bargeldlos. Das zeigen Zahlen von Europäischer Zentralbank (EZB) und Deutscher Bundesbank für das Jahr 2017.

veröffentlicht am 14.09.2018 um 11:57 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 15:41 Uhr

Auch ein Parkplatz kann bergeldlos bezahlt werden. Foto: Silas Stein

Demnach wurden im vergangenen Jahr in der Europäischen Union 134 Milliarden Zahlungen ohne den Einsatz von Scheinen und Münzen abgewickelt - nach EZB-Angaben waren das 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) waren Kartenzahlungen.

In Deutschland nahmen die bargeldlosen Zahlungen um rund 3 Prozent auf mehr als 21 Milliarden zu. Das Fazit der Bundesbank: «Die Ergebnisse der Zahlungsverkehrsstatistik für das Jahr 2017 zeigen, dass der Zahlungsverkehr digitaler und europäischer wird.»

Besonders hoch war der Zuwachs nach Angaben der Bundesbank bei Kartenzahlungen. Hier gab es ein Plus von fast elf Prozent. Insgesamt sei 2017 knapp 4,5 Milliarden Mal mit Karte ein Betrag von durchschnittlich 62 Euro gezahlt worden.

Beliebtestes bargeldloses Zahlungsmittel in Deutschland ist jedoch nach wie vor die Lastschrift: Mehr als 10 Milliarden Lastschriften über durchschnittlich 372 Euro wurden im vergangenen Jahr getätigt und damit etwa 121 Millionen Lastschriften mehr als ein Jahr zuvor. Die Bundesbank greift für ihre jährliche Statistik auf Daten aller in Deutschland ansässigen Banken und Zahlungsdienstleister zurück.

Allerdings sind jüngsten Umfragen der Bundesbank zufolge Schein und Münze gerade bei Verbrauchern in Deutschland trotz aller technischen Neuerungen weiterhin sehr beliebt: Drei von vier Geschäften an der Ladenkasse werden demnach mit Bargeld bezahlt.



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