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Meistens Importe

EU: Tausende Meldungen womöglich gefährlicher Produkte

Bukarest/Brüssel (dpa) - Freundlich guckende Plastiktierchen, harmlos anmutende Elektrogeräte: Mehr als 2200 Mal haben Verbraucherschutzbehörden 2018 in den EU-Staaten und in drei weiteren Ländern Produkte gemeldet, die für Verbraucher zur Gefahr werden könnten.

veröffentlicht am 05.04.2019 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 06.04.2019 um 10:43 Uhr

Eine Dinosaurier-Figur aus Plastik, die laut EU-Kommission ein gefährliches Produkt ist. Foto: Lukasz Kobus/European Commission/dpa

Die Meldungen in dem dafür eingerichteten Alarmsystem zogen mehr als 4000 Reaktionen wie Produktrückrufe oder Verkaufsstopps nach sich - etwas mehr als im Jahr zuvor, wie die EU-Kommission berichtete.

Etwa jeder dritte Alarm betraf Spielsachen (31 Prozent), gefolgt von motorisierten Fahrzeugen (19 Prozent) sowie Kleidung, Textilien und Accessoires (10 Prozent).

So schritten Verbraucherschützer etwa bei Schnullern oder Spielzeug mit Erstickungsgefahr, Kleidung mit gefährlichen Chemikalien sowie Geräten mit Elektroschockgefahr ein.

Meist handelte es sich dabei um Importe. Mehr als die Hälfte der Meldungen betraf wie schon die Jahre zuvor Produkte aus China. Das Land mit der höchsten Anzahl an Meldungen war Deutschland (362), gefolgt von Frankreich (249) und Ungarn (172). Das kann laut Kommission etwa an der Größe des Marktes oder am Importvolumen liegen. In Deutschland wurde meistens wegen motorisierter Fahrzeuge Alarm geschlagen.

Das Meldesystem sei ein Schlüsselinstrument, «um Europäer vor gefährlichen Produkten zu schützen, und es funktioniert wirklich», sagte EU-Kommissarin Vera Jourova zur Vorstellung der Bilanz 2018 in Bukarest. Alle EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen beteiligen sich an dem System.



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