weather-image
15°
Vier Standorte sind Kandidaten

Berliner Betriebsräte warnen Siemens vor Werksschließungen

Berlin (dpa) - Berliner Siemens-Betriebsräte sowie die IG Metall haben das Management aufgefordert, keine Werke in Berlin zu schließen oder Teile zu verlagern. Sollte die Unternehmensführung dies tatsächlich vorhaben, würden sich die Arbeitnehmer energisch dagegen wehren.

veröffentlicht am 10.11.2017 um 13:21 Uhr
aktualisiert am 12.11.2017 um 05:11 Uhr

Siemens-Gasturbinenwerk in Berlin: Die Bundeshauptstadt ist mit 11 600 Mitarbeitern der größte Produktionsstandort des Konzerns. Foto: Maurizio Gambarini

Das kündigte der IG-Metall-Bevollmächtigte Klaus Abel an. «Siemens muss sich auf eine harte Auseinandersetzung einstellen.»

Berlin ist mit 11 600 Mitarbeitern der größte Produktionsstandort des Münchner Konzerns. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hatte «schmerzhafte Einschnitte» vor allem in der Kraftwerkssparte angekündigt. Siemens will am 16. November im Wirtschaftsausschuss des Unternehmens über seine Pläne informieren. Tags darauf sollen die Details öffentlich gemacht werden.

Der IG-Metall-Bevollmächtigte sagte, nach den Planspielen des Managements solle deutschlandweit Personal «im vierstelligen Bereich» abgebaut werden. Das Dynamowerk in Berlin sowie die Standorte Görlitz, Leipzig und Erfurt seien als Kandidaten für eine Schließung genannt worden.

Der Sprecher der Berliner Siemens-Betriebsräte, Günter Augustat, verlangte vom Unternehmen, keine Teile von Forschung oder Fertigung in Berlin aufzugeben. Vielmehr müsse Siemens in die Entwicklung noch effizienterer Gasturbinen und Elektromotoren investieren.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare