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November-Dämpfer schwächer

Auftragseingang fällt weiter - Konjunkturdelle dauert länger

Wiesbaden (dpa) - Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat im Dezember überraschend einen weiteren Dämpfer erhalten. Im Monatsvergleich sei er um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistischen Bundesamt mit.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 11:16 Uhr
aktualisiert am 07.02.2019 um 11:52 Uhr

Arbeiter auf dem Werftgelände von Blohm+Voss in Hamburg: Manches spricht dafür, dass sich die Durststrecke in der Industrie zunächst fortsetzt. Foto: Christian Charisius

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten einen leichtem Anstieg erwartet. Im Jahresvergleich fiel der Auftragseingang im Dezember laut Bundesamt um 7,0 Prozent. Allerdings wurden die Dezember-Daten durch ungewöhnlich wenige Großaufträge stark beeinflusst.

«Die konjunkturelle Delle wird uns wohl noch einige Zeit beschäftigen», kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Der Experte schränkte aber ein, dass die Auftragsdaten auf den zweiten Blick «doch nicht ganz so dramatisch» ausgefallen seien.

Klammert man Großaufträge aus, zeigte sich Ende 2018 ein deutlich besseres Bild: «Ohne Berücksichtigung der Großaufträge lag der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember saison- und kalenderbereinigt um 3,5 Prozent höher als im Vormonat», hieß es vom Bundesamt.

Außerdem war der November-Dämpfer beim Auftragseingang schwächer als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Rückgang von 1,0 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent.

Trotz der schwachen Auftragseingänge zum Jahresausklang sieht das Bundeswirtschaftsministerium für das vierte Quartal unterm Strich immer noch ein leichtes Auftragsplus. Das Ministerium verwies zudem darauf, dass die deutsche Autoindustrie Fortschritte bei der Bewältigung der Probleme im Zuge der Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP mache.

Der jüngste Rückgang der Gesamtbestellungen spreche aber dafür, dass sich «die Durststrecke in der Industrie zunächst fortsetzt», hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Auch deuteten jüngste Stimmungsdaten aus den Unternehmen auf eine gedämpfte Industriekonjunktur zum Jahresbeginn hin.



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