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Hände zur Höhle machen

So fühlen sich Mäuse beim Menschen wohl

Sie sind klein, putzig und immer umsichtig: Farb- und Rennmäuse schätzen keine grapschigen Hände, die sie aus dem Käfig reißen. Mit Zeit und Leckerlis sammeln Menschen dennoch Sympathiepunkte.

veröffentlicht am 02.09.2020 um 13:04 Uhr

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Von Natur aus sind Farb- und Rennmäuse eher vorsichtig und schreckhaft. Kein Wunder, denn die kleinen Tiere gehören zu den Beutetieren und verstecken sich, sobald sie eine Gefahr vermuten. Mit etwas Geduld können Halter aber dennoch ihr Vertrauen gewinnen.

Wenn Farb- oder Rennmäuse in ein neues Zuhause ziehen, sollten ihre Halter die Tiere mindestens einen Tag in Ruhe lassen. Keinesfalls dürfen die Nager bedrängt oder einfach hochgenommen werden, erklärt Barbara Schneider von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Denn Mäuse verbinden schnelle Bewegungen mit Lebensgefahr - insbesondere dann, wenn diese von oben kommen.

An Tag zwei kann man dann mit der Gewöhnung an den Menschen beginnen. Am einfachsten geht dies über das Füttern von besonderen Leckerbissen. «Die Hand wird dabei stillgehalten und die Maus kann selbst entscheiden, ob und wann sie näherkommen möchte, um sich das Leckerchen zu holen», sagt Schneider dem Industrieverband Heimtierbedarf.

Sitzen die Tiere irgendwann entspannt auf der Hand und fressen, kann ein erstes, kurzes Hochheben probiert werden. Dies können Halter dann schrittweise ausweiten und die Mäuse so an das Anheben gewöhnen.

Wichtig dabei ist, dass die Tiere keine Anzeichen von Stress zeigen. Weil sich Mäuse in Höhlen wohlfühlen, ist es gut, mit den Händen immer eine Art Höhle zu formen, wenn man sie hochhebt.

Was Halter nicht vergessen dürfen: Mäuse kuscheln gern - aber nur miteinander. Farb- und Rennmäuse brauchen daher dringend Artgenossen, um sich wohlzufühlen. Farbmäuse sollten mindestens zu viert zusammenleben, Rennmäuse idealerweise als Paar. Der Mensch sollte sich hier eher mit der Rolle des Beobachters zufriedengeben.



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