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Tipps für Spaziergänger und Tierhalter

Schweinepest: Wildschweinkadaver notfalls per 112 melden

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland angekommen. Für Menschen stellt die Krankheit keine Gefahr dar – sie können aber dafür sorgen, dass sie sich nicht weiter ausbreitet.

veröffentlicht am 10.09.2020 um 14:08 Uhr

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Wer beim Waldspaziergang einen Wildschweinkadaver findet, soll das umgehend melden. Darauf weist der Deutsche Jagdverband (DJV) hin.

«Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest ist jetzt das A und O», sagt DJV-Sprecher Torsten Reinwald. Das heißt, am besten gleich das Handy zücken und anrufen: «Wenn man die Nummer vom Kreisveterinäramt nicht zur Hand hat, geht auch die Notrufnummer 112.»

Auch eine Meldung über die App des Tierfund-Katasters ist möglich. Die eingegebenen Daten erreichen direkt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesinstitut für Tiergesundheit, und gehen von dort an das zuständige Veterinäramt.

Wer ein totes Wildschwein entdeckt, sollte zudem Abstand halten. Denn Erreger der hochinfektiösen Krankheit überleben monatelang und könnten sonst etwa an der Schuhsohle in einen landwirtschaftlichen Betrieb getragen werden. Wer dennoch in Kontakt mit einem Kadaver gekommen ist, sollte danach Kleidung und Schuhe waschen.

Um andere Haustiere wie Hund oder Katze müssen sich Tierhalter laut DJV keine Sorgen machen: Sie können nicht an der Schweinepest erkranken. Auch für die Verbreitung spielen sie offenbar keine Rolle. «Es gibt auch keine Hinweise, dass zum Beispiel Aasfresser wie Wolf oder Krähe an der Verbreitung beteiligt sind», sagt Reinwald.

Immerhin möglich ist auch, dass Spaziergänger einem lebenden infizierten Wildschwein begegnen. «An der Afrikanischen Schweinepest erkrankte Wildscheine sind in den meisten Fällen apathisch und haben Störungen in der Motorik, schwanken also zum Beispiel», erklärt der DJV-Sprecher. «Meist haben sie auch sichtbare Blutungen am Maul oder am Fell.» Wer so ein Tier sieht, sollte das ebenfalls sofort melden.



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