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Wo Hitler Bad in der Menge nahm: Bückeberg wird zum Lernort

Nach jahrelangen Planungen wird am Bückeberg, wo sich Adolf Hitler zwischen 1933 und 1937 feiern ließ, ein Dokumentations- und Lernort eröffnet. Die Open-Air-Ausstellung zeigt, wie das Nazi-Regime die jährlich Hunderttausende Besucher mit perfiden Propagandastrategien auf die rassistisch aufgebaute «Volksgemeinschaft» eingeschworen hat. Die «Reichserntedankfeste» in Emmerthal bei Hameln gehörten nach Angaben des Geschäftsführers des Lernortes, Alexander Remmel, zu den größten Massenveranstaltungen der Nationalsozialisten. Es gab bäuerliche Folklore, Musikdarbietungen, Waffenvorführungen und Hitlers Rede als Haupt-Programmpunkt. An dem Ort sollen unter anderem Informationstafeln zur Geschichte aufgestellt werden.

veröffentlicht am 23.11.2021 um 19:29 Uhr
aktualisiert am 24.11.2021 um 01:40 Uhr

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Der Architekt Albert Speer hatte den etwa 800 mal 250 Meter großen Festplatz in der Nähe der Weser nach einer Idee von Propagandaminister Joseph Goebbels als Naturbühne gestaltet. Der wie ein Laufsteg erhöht gebaute «Führerweg», auf dem Hitler das Bad in der Menge nahm, ist noch heute zu sehen. Der Bückeberg steht seit Ende 2010 unter Denkmalschutz. Zum Presserundgang auf dem neu gestalteten Gelände ab Mittwoch (13.00 Uhr) wird auch der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom erwartet. Er setzte sich mehr als 20 Jahre lang für die Schaffung des Lernortes ein - bei einigen Anwohnern gab es dagegen auch Widerstand.



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