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Viola Priesemann: Geplante Corona-Maßnahmen reichen nicht

Die in Deutschland geplanten Maßnahmen gegen die vierte Corona-Welle sind aus Sicht der Göttinger Physikerin und Modelliererin Viola Priesemann zum Senken der Infektionszahlen nicht ausreichend. «Das, was derzeit geplant ist, nur 2G, 3G im öffentlichen Bereich, das wird nicht reichen, um die Fallzahlen runterzubringen», sagte die Wissenschaftlerin vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation am Montag in einer Expertenanhörung im Bundestag zu den Plänen von SPD, Grünen und FDP zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Das liege etwa daran, dass sich die meisten Kontakte im Privaten abspielten und dass es durch Schulen und Arbeitsplatz Verbindungen zwischen Geimpften und Ungeimpften gebe.

veröffentlicht am 15.11.2021 um 14:16 Uhr

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Impfungen und Auffrischimpfungen seien «der nachhaltige Weg aus dieser Welle, alles andere sind Übergangsmaßnahmen», sagte Priesemann auch mit Blick auf das Fazit eines Strategiepapiers, das sie vorige Woche mit weiteren Experten vorgelegt hatte. Daraus geht hervor, dass das Tempo bei den Auffrischimpfungen massiv beschleunigt werden sollte. Würde pro Tag ein Prozent der Bevölkerung geimpft, wären erste Wirkungen in etwa einem Monat zu sehen, bekräftigte Priesemann. Derzeit erreiche man aber nur 0,2 Prozent pro Tag.



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