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Chemieindustrie fordert Tempo beim Wasserstoff-Import

Die norddeutsche Chemieindustrie dringt auf einen schnellen Ausbau der Hafeninfrastruktur zur Einfuhr von Wasserstoff. «Aufgrund der riesengroßen Bedarfe an grünem Wasserstoff brauchen wir neben der forcierten Weiterentwicklung unseres Heimatmarktes dringend deutsche Importterminals», sagte der Landesvorsitzende des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Detlev Wösten, am Montag in Laatzen bei Hannover. Die norddeutschen Häfen seien dafür wegen ihrer Erfahrung bei der Entladung von Gasen und vorhandener Pipelines ideale Standorte. Sowohl im niederländischen Rotterdam als auch im belgischen Antwerpen seien entsprechende Projekte schon angeschoben worden, der Handlungsdruck sei daher enorm, sagte Wösten.

veröffentlicht am 29.06.2020 um 15:04 Uhr

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Die Bundesregierung hatte sich vor knapp drei Wochen auf eine nationale Wasserstoffstrategie verständigt. Diese sieht zusätzlich zu laufenden Förderprogrammen sieben Milliarden Euro dafür vor, dass sich die Technologie am Markt durchsetzt, und weitere zwei Milliarden Euro für internationale Partnerschaften. Bis 2030 sollen Anlagen zur Produktion von bis zu 14 Terawattstunden grünen Wasserstoffs aus erneuerbaren Energien in Deutschland entstehen. Der nationale Bedarf wird allerdings auf 90 bis 110 Terawattstunden geschätzt.



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