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Behörde: Anfangsverdacht für weitere Kochsalz-Spritzen

Im Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland geht die Staatsanwaltschaft dem Verdacht von weiteren manipulierten Spritzen nach. Der Anfangsverdacht erstrecke sich mittlerweile auf eine niedrige zweistellige Anzahl von Spritzen, die überwiegend mit Kochsalzlösung aufgezogen worden sein sollen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg am Freitag auf Anfrage mit. «Es haben sich diesbezüglich entsprechende Verdachtsmomente ergeben.» Einzelheiten wurden mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht mitgeteilt. Bislang gingen die Ermittler bei ihrem Anfangsverdacht von sechs manipulierten Impfungen aus. Zuvor hatte die «Ostfriesen-Zeitung» berichtet.

veröffentlicht am 19.11.2021 um 13:15 Uhr

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Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte. Anfang August hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, erhielten Tausende Betroffene in den vergangenen Monaten als Vorsichtsmaßnahme weitere Impfungen. Die Beschuldigte ließ über ihren Anwalt erklären, es handelte sich bei der Tat am 21. April um einen einmaligen Vorfall.



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