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Althusmann kritisiert Maaßen und legt ihm CDU-Austritt nahe

Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann hat seinen umstrittenen Parteikollegen Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert und ihm den freiwilligen Austritt aus der CDU nahegelegt. «Manche gehen von allein, man sollte sie dann auch ziehen lassen», sagte Althusmann der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstag). Am Montag hatten Bundesvorstand und Präsidium der Union über Maaßen beraten. Die Partei ging auf Distanz zu dem Ex-Verfassungsschutzchef, beschloss aber kein Verfahren zu seinem Parteiausschluss. Maaßen hatte in Thüringen erfolglos für den Bundestag kandidiert.

veröffentlicht am 11.01.2022 um 08:57 Uhr
aktualisiert am 11.01.2022 um 13:16 Uhr

11. Januar 2022 08:57 Uhr

Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann hat seinen umstrittenen Parteikollegen Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert und ihm den freiwilligen Austritt aus der CDU nahegelegt. «Manche gehen von allein, man sollte sie dann auch ziehen lassen», sagte Althusmann der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstag). Am Montag hatten Bundesvorstand und Präsidium der Union über Maaßen beraten. Die Partei ging auf Distanz zu dem Ex-Verfassungsschutzchef, beschloss aber kein Verfahren zu seinem Parteiausschluss. Maaßen hatte in Thüringen erfolglos für den Bundestag kandidiert.

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Der CDU-Politiker hatte ein Video des Mikrobiologen Sucharit Bhakdi verbreitet, in dem dieser einen Stopp der Corona-Impfungen fordert. Dieses bezeichnete Maaßen als bewegenden Appell. Die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein ermittelt gegen Bhakdi nach antisemitischen Äußerungen wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung.

«Die von Herrn Maaßen verbreiteten Inhalte kritisiere ich aufs Schärfste», sagte Althusmann der Zeitung. «Zumal er damit das zunehmend radikalisierte «Querdenker»-Milieu bestärkt, ebenso wie er Hass und Hetze eine Plattform bietet.»



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