weather-image
×

Da sein, anpacken, zuhören

Senioren in der Corona-Zeit helfen

veröffentlicht am 13.03.2020 um 16:11 Uhr
aktualisiert am 27.03.2020 um 16:53 Uhr

Autor:

Ältere gelten als besonders gefährdet durch das Coronavirus. Wer Familienmitgliedern, Nachbarn oder Menschen mit Vorerkrankungen helfen will, kann das recht einfach tun.

Zum Beispiel mit Einkaufshilfe, sagt Barbara Stupp von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (Bagso). Dann müssen gefährdete Personen sich nicht unnötig in Supermarkt oder öffentlichen Verkehrsmitteln einem Ansteckungsrisiko aussetzen. «Sprechen Sie jemanden an und fragen, ob es etwas gibt, was erledigt werden kann», sagt Stupp. Und es muss nicht nur die Einkaufshilfe sein. Stupps Rat: «Offen fragen, dann erfährt man am ehesten, wo Unterstützung gebraucht wird.»

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) rät dazu, Senioren nicht sozial zu isolieren. Besuche bei Oma und Opa seien weiter möglich. Man sollte aber Abstands- und Hygieneregeln einhalten, gründlich die Hände waschen und auf das Küsschen für Oma verzichten. In den kommenden Monaten dürften die Großeltern aber nicht Ersatz für Kita oder Schule sein.

Zum Schutz von Senioren raten einige Experten, dass Enkel auf Besuche der Großeltern verzichten sollten. Das muss aber nicht bedeuten, dass sie diesen nicht mehr zur Hand gehen können. Die DGG rät etwa, die Enkel für Einkäufe einzuspannen und so die Großeltern zu entlasten.

Was auch wichtig ist: da sein. «Nehmen Sie sich die Zeit für viele Telefonate», sagt Barbara Stupp. Besonders dann, wenn man mitbekommt, dass Bekannte und Verwandte weniger rauskommen und weniger Kontakte haben - etwa wenn im Pflegeheim ein Besuchsverbot verhängt wurde. Damit man sich auch sehen kann, können Angehörige etwa auf Videotelefonie ausweichen. Messenger-Apps wie Whatsapp, Facetime oder Signal bieten diese Möglichkeit kostenlos.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt