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Mutti macht das?

Aufgaben in der Familie neu verteilen

Traditionell sind es oft Frauen, die in Familiensachen den Überblick behalten. Wen das nervt, der muss Sachen an den Partner abgeben - ohne ihn zu belehren, wie er die Dinge am besten macht.

veröffentlicht am 08.09.2020 um 15:50 Uhr

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Wann war nochmal der Impftermin für den Jüngsten? Brauchen die Kinder neue Winterschuhe? Und ein Termin beim Steuerberater müsste gemacht werden! Solche kleinen Aufgaben schwirren in den Köpfen der meisten umher - aber häufiger in denen von Frauen, sagt Psychologin und Autorin Patricia Cammarata.

Damit der Arbeitsspeicher nicht übervoll wird, kann es helfen, alle Dinge auf der To-do-Liste sichtbar zu machen: Dazu setzten sich Paare hin und schreiben einmal alles auf, was im Familienalltag so anfällt.

Im nächsten Schritt ordnet man zu: Wer denkt immer dran? Wer setzt es um? Wie oft? «Die erste Frage ist die wichtigste, denn wer initiiert, übernimmt die volle Verantwortung», sagt die Bloggerin in der Zeitschrift «Eltern» (Ausgabe 10/2020).

Und auch, wer Listen schreiben hasst: All die unsichtbaren Aufgaben mal dokumentiert zu sehen, kann für Paare augenöffnend sein.

Danach geht es ans gerechte Verteilen. Das Ziel muss dabei nicht 50:50 heißen: «Studien zeigen, dass die Partner am zufriedensten sind, die ihrem Ideal von einer guten Aufteilung am nächsten kommen. Wenn also beide damit zufrieden sind, kann auch 70:30 oder 60:40 "gerecht" sein.»

Wichtig, damit die Aufteilung langfristig funktioniert und nicht doch wieder alles zu einer Person zurückwandert: Jeder, der eine Aufgabe übernimmt, darf daher seine eigene Lösung entwickeln. Über Mindeststandards darf man diskutieren, aber dann muss man es laufen lassen.

In der Praxis heißt das: Interpretiert der Partner die Aufgabe «Baby ins Bett bringen» ganz anders? Machen lassen! Vielleicht ist das Baby davon so begeistert, dass es plötzlich schneller einschläft.



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