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Fahrradboom führt zu langen Wartezeiten in Werkstätten

In der Corona-Krise ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Stunde. Fachhändler freuen sich über den Ansturm auf ihre Geschäfte - für viele Kunden kann sich der Radkauf oder die Reparatur aber noch immer verzögern.

veröffentlicht am 09.09.2020 um 09:48 Uhr
aktualisiert am 09.09.2020 um 14:12 Uhr

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Die gute Lage der Fahrradbranche ist für viele Kunden mancherorts noch mit langen Wartezeiten auf Modelle und Reparaturen verbunden. «Die intensive Fahrradnutzung hat einen Run auf die Werkstätten ausgelöst, dem niemand gewachsen war und den man auch nicht so schnell kompensieren konnte», sagte Hempelmann.

Einzelne Betriebe berichteten demnach noch immer von teils monatelanger Wartezeit für Reparaturtermine. Nach VSF-Angaben gingen die Wartezeiten insgesamt zuletzt aber wieder zurück.

Der Rückstau könne laut VDZ aber kaum kurzfristig abgebaut werden, da vielen Händlern noch Fachkräfte im Service fehlen. «Ich kenne keinen Fahrradhändler, der nicht noch Fachkräfte und Auszubildende in der Werkstatt sucht», sagte Hempelmann.

Beim Fahrradkauf flexibel bleiben

Wer aktuell noch nach einem neuen Rad Ausschau hält, sollte bei seinem Wunschmodell flexibel sein, riet David Eisenberger vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). «Wer nicht so festgelegt ist, bekommt aus jeder Modellgruppe von Mountainbikes bis City-Rädern noch passende Fahrzeuge. Vielleicht bekommt man sie nicht sofort beim Händler um die Ecke, sondern muss ein bisschen suchen.»

Nach Angaben der Verbände kommt es vor allem in Ballungsgebieten noch zu Engpässen, da dort besonders viele Menschen zuletzt vom ÖPNV auf das Rad umstiegen. Auch der Trend Urlaub mit Fahrrädern in Deutschland sei der Branche zusätzlich zugutegekommen.

Hohe Nachfrage nach Rädern und E-Bikes

Der Fahrradhandel in Deutschland rechnet dank der hohen Nachfrage nach Rädern, E-Bikes und Reparaturen in der Corona-Krise weiter mit guten Geschäften.

«Wir gehen davon aus, dass viele Händler 2020 mit einem sehr guten Ergebnis abschließen werden - unabhängig davon wie sich die letzten Monate noch entwickeln», sagte Tobias Hempelmann, Vorstandsmitglied beim Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts der guten Auftragslage in vielen Betrieben erwartet der VDZ für 2020 ein Gesamtumsatzplus im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr.



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