weather-image
×

Gerichtsurteil

Neun britische Klimaaktivisten müssen ins Gefängnis

Mehrmonatige Haftstrafe gegen mehrere Klimaktivisten der Organisation Insulate Britain. Sie verstießen gegen eine einstweilige gerichtliche Verfügung und nahmen trotzdem weiter an Protestaktionen teil.

veröffentlicht am 17.11.2021 um 15:59 Uhr

Autor:

Neun Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Insulate Britain sind in London wegen zivilen Ungehorsams zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt worden.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Verurteilten deutlich gemacht hätten, dass sie weiterhin Gerichtsbeschlüsse missachten wollten. Die Aktivisten hatten gegen eine einstweilige gerichtliche Verfügung verstoßen und trotzdem weiter an Protestaktionen teilgenommen.

Gegen viele Aktivisten von Insulate Britain waren bereits zuvor einstweilige Verfügungen verhängt worden, die ihnen weitere Straßenblockaden untersagten. Die Gruppe hatte in den vergangenen Wochen mehrfach die Londoner Ringautobahn M25 und andere Verkehrswege blockiert, indem Beteiligte sich auf den Asphalt geklebt hatten.

Die 20 bis 58 Jahre alten Aktivisten wurden zu vier Monaten Haft verurteilt, lediglich einer muss sechs Monate ins Gefängnis. Eine der Aktivistinnen kündigte der Nachrichtenagentur PA zufolge an, nach ihrer Haftstrafe in den Hungerstreik treten zu wollen.

Der Anwalt der Aktivisten, Raj Chada, kritisierte, mit dem Urteil werde das Instrument zivilen Ungehorsams angegriffen. «Statt Gerichte jene einsperren zu lassen, die Alarm schlagen, sollte die Regierung es sein, die uns vor der Klimakrise beschützt», sagte Chada.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige