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Angriff auf «Charlie Hebdo»

Mutmaßlicher Messerangreifer von Paris älter als angenommen

Eine brutale Messerattacke hat Paris den Terror zurückgebracht. Der Tatverdächtige hat es gezielt auf Mitarbeiter von «Charlie Hebdo» abgesehen. Beim Alter machte der Festgenommene nun falsche Angaben.

veröffentlicht am 30.09.2020 um 01:57 Uhr

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Der mutmaßliche Messerangreifer von Paris ist deutlich älter als zunächst angenommen. Der Verdächtige habe zuerst angegeben, 18 Jahre alt zu sein, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt Jean-François Ricard.

Dann sei auf seinem Telefon ein Passfoto mit einer anderen Identität gefunden worden. Nach anfänglichem Leugnen habe er zugegeben, 25 Jahre alt zu sein. Er sei den Geheimdiensten nicht bekannt gewesen und habe nun erklärt, im Jahr 1995 statt 2002 in Pakistan geboren zu sein, teilte der Staatsanwalt mit.

Bei der Attacke am vergangenen Freitag in Paris waren zwei Menschen in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins «Charlie Hebdo» verletzt worden. Die Redaktion war nach den Anschlägen im Januar 2015 an einen geheimen Ort umgezogen. Nachdem die Redaktion Anfang September erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte, war sie wieder massiv bedroht worden.

Der 25-jährige Hauptverdächtige hatte es bewusst auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» abgesehen, wie Ricard sagte. Er habe die Räumlichkeiten der Zeitung betreten und in Brand stecken wollen. Er sei schließlich davon ausgegangen, dass die beiden Opfer für das Magazin arbeiteten. Stattdessen handelte es sich um eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter einer Filmproduktionsfirma. Sie hatten auf der Straße eine Raucherpause gemacht.

Bei seinem Angriff mit einer Art Hackmesser sei der 25-Jährige mit «extremer Gewalt» vorgegangen. Eines der Opfer sei immer noch in einem ernsten Zustand. Die Attacke habe zwischen 15 und 20 Sekunden gedauert. Gegen den Hauptverdächtigen wurde unter anderem wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Hintergrund ein Ermittlungsverfahren eröffnet, wie die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft mitteilte.



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