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Zwei Tote und 12 Verletzte

Afghanistans Vizepräsident überlebt Bombenattentat

Afghanistans Vizepräsident entgeht knapp einem Mordanschlag. Erst am Wochenende hatte er sich im Fernsehen kritisch über die Taliban geäußert. Noch immer ist kein Termin für Friedensgespräche zwischen Regierung und Islamisten in Sicht.

veröffentlicht am 09.09.2020 um 18:17 Uhr

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Afghanistans Vizepräsident Amrullah Saleh ist einem Mordanschlag in der Hauptstadt Kabul entkommen. «Eine Autobombe ist auf der Straße explodiert, an der der Vizepräsident vorbeifuhr», sagte Salehs Berater Homajun Ahmadi der Deutschen Presse-Agentur.

Er sei nicht verletzt worden, dafür aber mehrere Leibwächter. Laut Innenministerium wurden zwei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Selbst Kilometer vom Anschlagsort entfernt war noch eine Rauchwolke zu sehen.

Der Anschlag erfolgte vor dem geplanten Beginn innerafghanischer Friedensgespräche, die in Katar abgehalten werden sollen. Noch immer gibt es kein Datum für die Gespräche zwischen den islamistischen Taliban und der Regierung.

Bereits in den vergangenen Monaten wurden Politiker, Aktivisten und Religionsvertreter gezielt angegriffen oder getötet. Experten sehen dahinter den Versuch, Afghanistans Zivilgesellschaft vor den geplanten Friedensverhandlungen einzuschüchtern und zu schwächen. Die Drahtzieher der gezielten Attentate bleiben in der Regel im Verborgenen.

Die EU verurteilte den Anschlag auf Saleh. «Wer den Friedensprozess schwächen will, indem er Amtsträger und Zivilisten angreift und verletzt, wird sich nicht durchsetzen (...)», kommentierte der Außenbeauftragte Josep Borrell. Die Europäische Union sei fest entschlossen, alle ernsthaften Bemühungen zur Aufnahme eines innerafghanischen Verhandlungsprozesses zu unterstützen.



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