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Statistik: Deutlich mehr Haushalte beziehen Wohngeld

Anfang 2020 trat die Wohngeldreform in Kraft. Seither beziehen über 100.000 Haushalte mehr eine Unterstützung. In einem Bundesland fließen die meisten Gelder.

veröffentlicht am 12.11.2021 um 10:40 Uhr
aktualisiert am 12.11.2021 um 13:11 Uhr

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Die Zahl der Haushalte in Deutschland, die Wohngeld beziehen, ist im vergangenen Jahr auch aufgrund einer Rechtsreform deutlich gestiegen.

Insgesamt erhielten Ende 2020 bundesweit rund 618.200 Haushalte diese Sozialleistung, das entspricht einem Anteil von 1,5 Prozent aller privaten Hauptwohnsitzhaushalte, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilt. Damit sei die Zahl der wohngeldberechtigten Haushalte im Vorjahresvergleich um rund 113.800 (22,6 Prozent) gewachsen.

Dieser Anstieg hänge vor allem mit der Anfang 2020 in Kraft getretenen Wohngeldreform zusammen, wonach mehr Haushalte als zuvor berechtigt sind, diese Unterstützung zu bekommen, erklärten die Statistiker. Aber auch Einkommensverluste im Zuge der Corona-Pandemie könnten zu der Entwicklung beigetragen haben.

Den Angaben zufolge wurde im bundesweiten Vergleich den Privathaushalten mit Hauptwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern anteilig am häufigsten Wohngeld gezahlt, dort lag der Anteil bei 2,7 Prozent. In Bayern war er mit 0,9 Prozent am geringsten.

Das Wohngeld ist eine Sozialleistung, die Bürgern mit geringem Einkommen beim Stemmen der Mietkosten oder den Ausgaben fürs Wohnen in den eigenen vier Wänden helfen soll. Die Höhe hängt vom Einkommen, der Haushaltsgröße und den Miet- beziehungsweise Wohnkosten ab.



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