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Alternative zum Entwurf

Merz sucht nach «besserer Lösung» als Frauenquote

Die Debatte über die Frauenquote: Friedrich Merz fragt sich, ob es noch bessere Lösung zu dem Entwurf der Parteispitze gibt. Der Kandidat für den CDU-Vorsitz arbeitet an einer Alternative.

veröffentlicht am 12.07.2020 um 23:11 Uhr
aktualisiert am 13.07.2020 um 05:20 Uhr

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In der CDU-internen Debatte über eine Frauenquote arbeitet Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, an einer Alternative zu dem Entwurf der Parteispitze.

Merz' Sprecher sagte der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung»: «Friedrich Merz befindet sich gerade in intensiven Diskussionen mit Kreis- und Landesvorsitzenden, um vielleicht bessere Lösungen zu finden.» Das Ziel sei unbestritten, aber die Frage laute, «ob es noch andere Wege als die Quote gibt, um es zu erreichen».

Merz hatte bereits bei Focus online erklärt, er bleibe skeptisch. «Quoten sind allenfalls die zweitbeste Lösung.» Er lehnte den Vorschlag der Satzungskommission aber nicht von vornherein ab. Vielleicht gebe es bessere Lösungen. Klar sei aber, dass man bei der Frauenförderung vorankommen müsse. Es gehe um eine Lösung, die von möglichst vielen mitgetragen werde.

Die Struktur- und Satzungskommission der CDU hatte sich am Mittwoch nach langen Verhandlungen auf einen Kompromiss für eine schrittweise Frauenquote von 50 Prozent bis 2025 verständigt. Die endgültige Entscheidung muss aber der Parteitag im Dezember treffen, bei dem auch ein neuer CDU-Vorsitzender gewählt werden soll.

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen, der sich wie Merz um den Parteivorsitz bewirbt, hat sich bereits hinter den Kompromiss der Parteispitze gestellt. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der ebenfalls kandidiert, hat sich öffentlich bisher nicht zum Quoten-Kompromiss geäußert.

Die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, sagte der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung»: «Jetzt ist die Zeit, Farbe zu bekennen und als CDU in großer Geschlossenheit zu zeigen, dass wir es mit der gleichen Teilhabe von Frauen in Ämtern und Mandaten wirklich ernst meinen.»



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