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Kampf um Parteivorsitz

Kramp-Karrenbauer beklagt ruinösen Wettbewerb um CDU-Vorsitz

Im Januar soll der neue CDU-Vorsitzende gewählt werden - Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen wollen die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer antreten. Die derzeitige Chefin der Partei wirft den Bewerbern vor, mit ihrem Konkurrenzkampf der Partei zu schaden.

veröffentlicht am 21.11.2020 um 08:00 Uhr
aktualisiert am 21.11.2020 um 13:20 Uhr

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Die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Bewerbern um ihre Nachfolge vorgeworfen, mit einem zerstörerischen Wettbewerb der Partei geschadet zu haben.

«Die Partei hat bei dieser Diskussion gespürt, dass aus diesem fairen Rennen ein ruinöser Wettbewerb geworden ist. Und dieser ruinöse Wettbewerb fällt zuallererst auf die Kandidaten selbst zurück, aber auch auf die CDU», sagte sie der «Augsburger Allgemeinen». «Deshalb habe ich immer davor gewarnt.»

Bewerber sind Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Im Ringen um die Verschiebung des anstehenden Parteitags hatte vor allem Merz mit Laschet einen offenen Streit ausgefochten, mit teils persönlichen Angriffen. Kramp-Karrenbauer forderte alle drei abermals auf, sich auch bei einer Niederlage in den Dienst der Partei zu stellen. «Das ist die klare Erwartung der Mitglieder. Wir befinden uns im Januar schon im Wahljahr», sagte sie.

Kramp-Karrenbauer warnte zudem vor einem zu rückwärtsgewandten Wahlkampf: «Die CDU hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr stark weiterentwickelt. Sie ist heute eine andere Partei als sie das vor 10 oder 20 Jahren war, auch, weil wir heute eine andere Gesellschaft haben.» Sie müsse «Antworten geben auf die Fragen aus dem Jahr 2021 und nicht auf die aus den 80er Jahren».



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