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Ausschreitungen in Frankfurt

Demos gegen Corona-Maßnahmen in mehreren Städten

Wieder demonstrieren in mehreren Städten Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. In Frankfurt setzt die Polizei Wasserwerfer ein - erst gegen Gegendemonstranten, dann um die Auflösung einer «Querdenken»-Kundgebung durchzusetzen.

veröffentlicht am 14.11.2020 um 21:52 Uhr

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In mehreren deutschen Städten sind am Samstag erneut Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Bei einer «Querdenken»-Demo in Frankfurt am Main setzte die Polizei Wasserwerfer gegen Gegendemonstranten ein, die sich dem Protestmarsch entgegenstellten.

Die Abschlusskundgebung der «Querdenker» in der Frankfurter Stadtmitte lösten die Beamten dann nach kurzer Zeit wegen Verstößen gegen die Hygieneauflagen auf. Dabei kam ebenfalls ein Wasserwerfer zum Einsatz. Teilnehmer hätten die vorgeschriebenen Abstände zueinander und die Maskenpflicht trotz Aufforderung nicht eingehalten, sagte ein Polizeisprecher.

An der Gegendemonstration hatten etwa 300 Menschen teilgenommen. Sie stellten sich auf mehrere Kreuzungen. Zu sehen waren unter anderem ein Banner mit der Aufschrift «Die Rechten zu Boden» sowie Antifa-Symbole. Zwei Mal räumte die Polizei die Kreuzungen mithilfe von Wasserwerfern. Die Beamten setzten am Samstagnachmittag vereinzelt auch Schlagstöcke ein, um den Weg für den Demonstrationszug der rund 600 «Querdenker» gegen die Corona-Beschränkungen frei zu räumen. Hierzu erklärte die Polizei, Beamte seien angegriffen worden.

Auch bei der Auflösung der «Querdenken»-Kundgebung kam es zu einem kurzen Einsatz des Wasserwerfers, da zahlreiche Menschen den Platz trotz Aufforderung nicht verließen. Danach löste sich die Menge langsam auf. Die Stadt hatte umfangreiche Auflagen verhängt.

In Bayern demonstrierten in Regensburg und Aichach jeweils rund 1000 Menschen gegen diverse Corona-Maßnahmen, wie die Polizei mitteilte. In Regensburg musste die Polizei mehrere Menschen abweisen, da die von den Behörden festgelegte Obergrenze an Teilnehmern erreicht war. Es habe mehrere Anzeigen gegeben, unter anderem wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht und wegen des Verdachts falscher Atteste, sagte ein Sprecher. Zudem werde in einem Fall wegen eines Angriffs auf einen Polizeibeamten sowie in einem anderen Fall wegen Beleidigung ermittelt.

Rund 400 Menschen versammelten sich am Abend in der Bonner Innenstadt zu einer untersagten Veranstaltung. Gegen 19.00 Uhr seien zahlreiche Personen über einige Zeit verteilt auf den Marktplatz geströmt, teilte ein Polizeisprecher am Samstagabend mit. «Hierbei handelte es sich um eine verbotene Veranstaltung», sagte der Sprecher. Aufgrund der derzeitigen Infektionslage und den daraus resultierenden Vorschriften seien zuvor angemeldete Veranstaltungen in der Bonner Innenstadt untersagt worden, was gerichtlich bestätigt worden sei. Die Veranstalter der Zusammenkunft seien daher angezeigt und Beweise gesichert worden, hieß es von der Polizei. Innerhalb einer guten Stunde habe sich die Versammlung wieder aufgelöst.

In Karlsruhe versammelten sich bis zu 1000 Menschen bei einer «Querdenken»-Demonstration. Bei der Demo gab es laut Polizei lautstarke Diskussionen. Insgesamt sei die Veranstaltung aber friedlich verlaufen. Die Teilnehmer demonstrierten ohne Maske, aber mit Abstand. Die Polizei verzeichnete auf dem Demo-Gelände selbst keine größeren Verstöße gegen den Mindestabstand von 1,50 Metern. Beim Gang dorthin und beim Einlass registrierte sie aber bis zum späten Nachmittag über 200 Verstöße. Etwa 130 Menschen kamen zudem zu einer Gegendemo zusammen.

Im ostfriesischen Aurich gingen nach ersten Schätzungen der Polizei rund 150 Teilnehmer bei einer Demo des Bündnisses «Querdenken» auf die Straße. Dabei sei es ruhig und friedlich geblieben, sagte eine Polizeisprecherin am Samstagnachmittag. Auf dem Marktplatz der Stadt kamen zeitgleich Gegendemonstranten zusammen.

In Leipzig war vor einer Woche eine Kundgebung von Gegnern der Corona-Maßnahmen aus dem Ruder gelaufen.



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