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Fahrer festgenommen

31 Migranten eingepfercht in Kühllaster an Grenze entdeckt

In einem Kühllaster kauern 31 Männer auf Obstkisten. Sie wollen illegal nach Deutschland, werden an der Grenze zu Tschechien geschnappt. Der Fahrer des Lasters wird festgenommen.

veröffentlicht am 15.07.2020 um 18:01 Uhr

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In einem voll beladenen Kühllaster sind bei einer Kontrolle auf der Autobahn 17 in Sachsen an der tschechisch-deutschen Grenze 31 Migranten entdeckt worden.

Es handle sich ausschließlich um Männer im Alter zwischen 18 und 47 Jahren, die nach ersten Erkenntnissen aus der Türkei, Syrien, dem Iran und dem Irak stammen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der 57 Jahre alte Fahrer aus der Türkei wurde nach der Kontrolle am Dienstagabend festgenommen und soll einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Platz in dem Laderaum war nach Angaben der Bundespolizei sehr eng. «Der Laster war komplett mit Melonenkisten vollgestellt. Die Männer konnten lediglich auf den Kisten liegen und hatten zur Decke nur etwa einen Meter Platz», erläuterte Martin Ebermann von der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel. Den Männern gehe es den Umständen entsprechend gut, habe eine erste medizinische Untersuchung ergeben. Sie befinden sich für die Befragungen in den Räumen der Bundespolizei.

Wie lange die Männer in dem Laster eingepfercht waren, wo sie eingestiegen waren und was das genaue Ziel war, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. «Aufgrund der geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie dauert derzeit alles sehr viel länger», betonte Ebermann.

Immer wieder werden Migranten in Kühllastern in Europa von einem Land ins andere geschleust, teils mit tödlichen Folgen. 2015 waren in Österreich im luftdicht verschlossenen Laderaum eines aus Ungarn gekommenen Fahrzeugs die Leichen von 71 erstickten Migranten entdeckt worden. 2019 wurden in einem Kühllaster in Großbritannien 39 tote Vietnamesen entdeckt, die aus Belgien eingeschleust worden waren.



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