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Digitalwährung

Bundesbank-Vorstand: Bitcoin ist kein Geld

Frankfurt/Main (dpa) - Digitalwährungen wie Bitcoin sind aus Sicht der Bundesbank kein Ersatz für Euro, Dollar und Co. «Bitcoin ist kein Geld, sondern ein Spekulationsobjekt», schrieb Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele in einem Gastbeitrag für den Ifo-Schnelldienst.

veröffentlicht am 23.11.2017 um 12:10 Uhr
aktualisiert am 27.11.2017 um 11:10 Uhr

Bitcoin-Münzen. Foto: Jens Kalaene/Illustration

Virtuelle Währungen könne man nicht verwenden, sondern nur tauschen. «Sie sind frei erfunden und vermehren sich nach einem festgesetzten Schema in virtuellen Systemen, die formal durch Mehrheitsentscheidung der Nutzer, faktisch aber nach dem Belieben einer kleinen Gruppe geändert werden können», schrieben Thiele und Co-Autor Martin Diehl von der Bundesbank. «Mangels Wertbasis ist der Preis für Bitcoin praktisch beliebig bis hin zum Totalverlust.»

Anfang der Woche war der Bitcoin-Kurs zeitweise deutlich unter Druck geraten. Auslöser war eine Mitteilung des Anbieters der konkurrierenden Digitalwährung Tether, wonach infolge eines Hackerangriffs 31 Millionen Dollar (26,4 Mio Euro) aus dem System entwendet worden seien. Laut der Internetseite Coinmarketcap.com, die die Marktkapitalisierung und damit die Relevanz von Digitalwährungen berechnet, steht Tether derzeit an neunzehnter Position aller Kryptowährungen. Von diesen soll es mittlerweile mehr als 1000 geben.

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