weather-image
23°

20 Jahre nach dem Massaker

Vor Columbine-Jahrestag: Gesuchte 18-Jährige ist tot

Washington (dpa) - Eine bewaffnete 18-Jährige, nach der die Polizei vor dem Jahrestag des Massakers an der amerikanischen Columbine-Highschool gefahndet hat, ist tot. Das teilte die Bundespolizei FBI in Denver im US-Bundesstaat Colorado auf Twitter mit.

veröffentlicht am 17.04.2019 um 20:32 Uhr
aktualisiert am 18.04.2019 um 12:22 Uhr

Die Columbine Highschool, vor 20 Jahren Schauplatz eines Amoklaufes, wurde vorsorglich abgeriegelt. Foto: David Zalubowski/AP

Der Sheriff von Jefferson County, Jeff Shrader, sagte bei einer Pressekonferenz, dem Anschein nach habe die Frau sich selber erschossen. Aus Angst vor einem möglichen Angriff der 18-Jährigen waren die Columbine-Highschool und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver am Mittwoch geschlossen geblieben.

Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als «bewaffnet und gefährlich» eingestuft worden war. Der FBI-Chef in Denver, Dean Phillips, hatte gesagt, die Frau habe eine «Besessenheit» mit dem Columbine-Massaker vor 20 Jahren an den Tag gelegt. Sie sei vor dem Jahrestag von Miami nach Colorado gereist und habe sich nach der Ankunft eine Schusswaffe und Munition gekauft. Shrader sagte, der Kauf sei vermutlich legal gewesen.

Bei dem Massaker an der Columbine-Highschool hatten am 20. April 1999 zwei Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, anschließend töteten sie sich. 24 Menschen waren verletzt worden. Zum 20. Jahrestag an diesem Samstag sind zahlreiche Gedenkveranstaltungen geplant, darunter ein Gottesdienst und eine Mahnwache.

Bereits am Dienstag waren die Columbine-Highschool in Littleton und zahlreiche weitere Schulen wegen der potenziellen Bedrohung abgeriegelt worden. Der Unterricht ging allerdings hinter verschlossenen Türen weiter. Kurz nach Mitternacht teilte die Bildungsbehörde Colorados dann mit, dass am Mittwoch Schulen in den Bezirken im Großraum Denver geschlossen bleiben würden.

Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot nach der Frau gefahndet. Sheriff Shrader hatte mit Blick auf die Bedrohung gesagt: «Dies öffnet eine Wunde, besonders in der Gedenkwoche zum Jahrestag, bei den Familien, die so stark von all dem betroffen waren.»



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?