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Vor Stichwahl in der Ukraine

SPD kritisiert Merkel wegen Treffens nur mit Poroschenko

Berlin (dpa) - Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kritisiert.

veröffentlicht am 15.04.2019 um 10:22 Uhr
aktualisiert am 15.04.2019 um 11:44 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Kanzleramt. Foto: Michael Kappeler

«Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat», sagte Schmid dem «Spiegel». «So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden.» Merkel hätte besser - wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - das Gespräch auch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen.

Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen. Dass sie damit Wahlkampfhilfe für ihn betreibe, ließ sie nicht gelten.

Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April (Ostersonntag) statt.



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