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Geheimpapiere entdeckt

Sowjets wollten Atombombe auf dem Mond zünden

Moskau (dpa) - Die Sowjetunion hat Geheimpapieren zufolge die Zündung einer Atombombe auf dem Mond in Auftrag gegeben. Die Sowjetführung habe bei einer Sitzung 1958 beschlossen, Pläne dafür zu entwickeln, sagte der Historiker Matthias Uhl der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.

veröffentlicht am 10.10.2017 um 16:03 Uhr
aktualisiert am 11.10.2017 um 07:20 Uhr

Im Jahr 1958 erwog die Führung der Sowjetunion kurzweilig, eine Atombombe auf dem Mond zu zünden. Foto: Maurizio Gambarini

Uhl, der am Deutschen Historischen Institut in Moskau arbeitet, hatte die Akten vor einiger Zeit im russischen Staatsarchiv entdeckt und nun veröffentlicht. Zuvor hatte der MDR berichtet.

Die Pläne aus dem engsten Führungskreis sahen ihm zufolge vor, eine Rakete mit einer Bombe zu bestücken, die eine Sprengkraft ähnlich der Hiroshima-Bombe hatte. Die Zündung sollte als Machtdemonstration im Kalten Krieg dienen. Sowjetische Naturwissenschaftler hätten jedoch davor gewarnt, dass es beim Raketenstart zur Explosion der Bombe und nicht kalkulierbaren Folgen kommen könnte. Deshalb wurde das Vorhaben einige Monate später wieder aufgegeben.

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