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Mit Gegenmaßnahmen gedroht

Russland sieht US-Sanktionen als «Wirtschaftskrieg»

Petropawlowsk-Kamtschatski (dpa) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew sieht in neuen US-Sanktionen gegen sein Land die «Erklärung eines Wirtschaftskrieges» und droht mit Gegenmaßnahmen.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 11:22 Uhr
aktualisiert am 10.08.2018 um 18:46 Uhr

«Auf einen solchen Krieg müssen wir mit ökonomischen, politischen und falls nötig auch anderen Methoden reagieren», sagt Medwedew. Foto: Alexei Nikolsky/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP

Sollten sich die angekündigten Sanktionen der USA etwa gegen Banken oder die Verwendung bestimmter Devisen richten, käme das einer solchen Erklärung gleich, sagte Medwedew bei einem Besuch auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka.

«Auf einen solchen Krieg müssen wir mit ökonomischen, politischen und falls nötig auch anderen Methoden reagieren», sagte er der Agentur Interfax zufolge. «Das müssen unsere amerikanischen Freunde verstehen.»

Die USA hatten am Mittwoch neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Hintergrund ist der Fall des in Großbritannien vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal. Washington macht Moskau dafür verantwortlich. Russland bestreitet, in den Fall verwickelt zu sein. Die Strafmaßnahmen sollen in etwa zwei Wochen in Kraft treten.

Bereits zuvor hatten die USA Sanktionen gegen Russland in dem Fall verhängt. Unter anderem hatten die USA und mehrere westliche Staaten russische Diplomaten ausgewiesen. Andere Strafmaßnahmen gelten wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 sowie wegen der Unterstützung für prorussische Separatisten in der Ostukraine. Außerdem gibt es Sanktionen wegen der Vorwürfe einer Einmischung Moskaus in die US-Präsidentenwahl 2016. Medwedew räumte ein, dass sich die westlichen Strafmaßnahmen negativ auf die russische Wirtschaft auswirkten.

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