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Rücklage wächst unaufhaltsam

Rentenversicherung erwartet vier Milliarden Euro Überschuss

Berlin (dpa) - Die Kassen der gesetzlichen Rentenversicherung füllen sich dank der guten Konjunktur immer weiter. Für dieses Jahr zeichnet sich ein deutlich höherer Überschuss von vier Milliarden Euro ab, wie die Deutsche Rentenversicherung in Berlin mitteilte.

veröffentlicht am 06.12.2018 um 17:10 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 22:44 Uhr

Zumindest derzeit ist die Rente mehr als sicher: Die Deutsche Rentenversicherung erwartet vier Milliarden Euro Überschuss. Foto: Jens Kalaene

Im vergangenen Jahr war unter dem Strich ein Plus von 500 Millionen Euro verbucht worden. Die Renten-Rücklage dürfte bis Jahresende ebenfalls kräftig wachsen - auf knapp 38 Milliarden Euro, nachdem es Ende 2017 noch 33,4 Milliarden Euro gewesen waren. Auch für die nächsten beiden Jahre werden deutlich steigende Beitragseinnahmen erwartet.

Angesichts der weiterhin positiven Lage am Arbeitsmarkt registrierte die Rentenversicherung ein starkes Plus der Beiträge aus abhängiger Beschäftigung. In den ersten neun Monaten 2018 legten sie um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu - obwohl der Beitragssatz Anfang 2018 um 0,1 Punkte auf 18,6 Prozent sank.

«Das ist die höchste Zunahme in den vergangenen zehn Jahren», sagte die Vorsitzende des Bundesvorstands, Annelie Buntenbach. Positiv wirken sich auch steigende Beiträge des Bundes für Kindererziehungszeiten aus - weil es mehr Kinder gibt. Insgesamt dürften die Einnahmen mit 306,3 Milliarden Euro erstmals die Marke von 300 Milliarden Euro überschreiten. Erwartet werden Ausgaben von 302,3 Milliarden Euro.

Für 2019 und 2020 sei - auch bei konstantem Beitragssatz - damit zu rechnen, dass die Beitragseinnahmen weiter deutlich um jeweils rund vier Prozent steigen, erläuterte Buntenbach.

Die FDP kritisierte den Rentenkurs der großen Koalition. Nicht einmal in Zeiten einer Rekord-Rücklage schaffe es die Bundesregierung, auch nur Ansätze einer generationengerechten Finanzierung zu entwickeln, sagte FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel.



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