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«Ins Meer versenken»

Komitee in Nordkorea ruft zu Atombombenabwurf auf Japan auf

Pjöngjang (dpa) - Nach den neuen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates verschärft Nordkorea seine Verbalattacken gegen die USA und ihre Verbündeten Japan und Südkorea. Das der herrschenden Arbeiterpartei unterstellte Asien-Pazifik-Friedenskomitee rief dazu auf, Japan mit einer Atombombe anzugreifen.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 15:31 Uhr
aktualisiert am 15.09.2017 um 06:45 Uhr

Ballistische Raketen bei einer Militärparade in Pjöngjang. Foto: Wong Maye-E

Mit der Nuklearwaffe sollten «die vier Inseln des Archipels ins Meer versenkt werden», hieß es in einer Erklärung. Das US-Kernland müsse zudem «zu Asche und Dunkelheit reduziert» sowie die Regierung in Seoul «mit einer Feuerattacke ausgelöscht werden», wurde das Komitee von den Staatsmedien zitiert. 

Der Weltsicherheitsrat hatte am Montag auf Betreiben der USA die

Strafmaßnahmen gegen Nordkorea

wegen eines verbotenen Atomtests einstimmig verschärft. Die Resolution deckelt Öllieferungen an Nordkorea. Textilexporte, ein extrem wichtiger Posten im Außenhandel des Landes, werden verboten. Die Regierung in Nordkorea erklärte daraufhin, den Sanktionsbeschluss kategorisch abzulehnen und von ihrem Atomprogramm nicht abrücken zu wollen.

Japan habe sich den von den USA eingefädelten Sanktionen «eifrig» angeschlossen, heißt es in der Erklärung des nordkoreanischen Komitees weiter. «Japan braucht nicht mehr länger zu existieren.» Südkoreas Regierung wurde als

Gruppe «pro-amerikanischer Verräter»

beschimpft, die sich ebenfalls für härtere Sanktionen ausgesprochen hätten. Auch verlangte das Komitee die Auflösung des UN-Sicherheitsrats, weil es sich als

«Werkzeug des Bösen»

erwiesen habe und den Anweisungen der USA folge. 

Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums handelt es sich bei dem Komitee um eine quasi-offizielle außenpolitische Organisation, die für den «kulturellen und politischen» Austausch in der Region zuständig ist. 

Nordkorea hatte nach eigenen Angaben am 3. September eine Wasserstoffbombe gezündet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden können. 

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