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Versöhnlichere Töne

Italiens Regierungschef trifft nach «Aquarius»-Streit Macron

Paris (dpa) - Nach scharfen Tönen zwischen Italien und Frankreich in der Migrationsfrage besucht der italienische Regierungschef Giuseppe Conte das Nachbarland. Präsident Emmanuel Macron empfängt den Italiener heute zu einem Arbeitsessen im Élyséepalast.

veröffentlicht am 15.06.2018 um 06:45 Uhr
aktualisiert am 15.06.2018 um 15:13 Uhr

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hatte auf die französische Kritik am Umgang mit dem Flüchtlings-Rettungsschiff «Aquarius» verärgert reagiert. Foto: Angelo Carconi/ANSA/AP

Der Umgang mit dem Flüchtlings-Rettungsschiff «Aquarius» hatte in den vergangenen Tagen für Streit zwischen den beiden Ländern gesorgt, die italienische Seite hatte deshalb sogar die Absage der Paris-Reise angedroht.

Frankreichs Regierungssprecher hatte der Regierung in Rom zuvor «eine Form von Zynismus und eine gewisse Verantwortungslosigkeit» vorgeworfen, weil Italien dem Rettungsschiff mit hunderten Migranten an Bord die Einfahrt in einen Hafen des Landes verwehrt hatte.

Macron versicherte in einem Telefonat mit Conte später, er habe keine Äußerungen gemacht, die Italien oder das italienische Volk kränken sollten. Der Italiener erklärte auf Facebook, Macron habe klargemacht, dass die «beleidigenden Worte» der letzten Tagen nicht von ihm stammten. Conte will in Paris beim Thema Migration auf mehr Solidarität auf europäischer Ebene dringen.

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