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Vor zehn Jahren

Italien erinnert an das Erdbeben von L'Aquila

L'Aquila (dpa) - Italien hat der Opfer des schweren Erdbebens von L'Aquila vor zehn Jahren gedacht. Staatspräsident Sergio Mattarella mahnte am Samstag zudem mehr Anstrengungen beim Wiederaufbau an.

veröffentlicht am 06.04.2019 um 19:47 Uhr
aktualisiert am 07.04.2019 um 08:41 Uhr

Beim Erdbeben von L'Aquila kamen am 6. April 2009 mehr als 300 Menschen ums Leben. Foto: Ciro Fusco/ANSA

Die jungen Menschen hätten «ein Recht auf die Wiedergeburt» ihrer Stadt und ihrer Gemeinden. «Der Wiederaufbau ist immer noch eine nationale Herausforderung», erklärte er. Es gebe noch viel zu tun. Papst Franziskus schrieb in einem Brief an die Menschen der mittelitalienischen Stadt, er werde «den beschwerlichen Weg» begleiten, das Leben wieder aufzubauen.

Bei dem Erdbeben am 6. April 2009 kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Viele Häuser in der Stadt in der Region Abruzzen sind noch zerstört, das Zentrum ist weitestgehend verwaist und gleicht immer noch einer Baustelle. Kulturschätze müssen aufwendig aufgebaut werden, viele Menschen wohnen noch in Übergangshäusern.

In der Nacht zu Samstag fand in der Stadt ein Fackelzug statt, an dem auch Ministerpräsident Giuseppe Conte teilnahm. Um 3.32 Uhr - dem Zeitpunkt des Bebens - wurden die Namen der 309 Opfer verlesen, begleitet von ebenso vielen Glockenschlägen. «Es ist traurig, in den Augen von Mamma und Papa eine Gewissheit zu lesen: Auch heute Abend komme ich nicht nach Hause», stand auf einem Banner mit den Fotos mehrerer junger Menschen, die bei dem Beben gestorben waren.

Staatspräsident Mattarella erklärte: «Das Erdbeben hat Tod und Zerstörung gebracht, es hat das ganze Land im Herzen getroffen, hat tiefe und schmerzhafte Zeichen hinterlassen, die die Zeit und der menschliche Einsatz teilweise gelindert haben, aber nie auslöschen können.»

Die gesamte mittelitalienische Region wird immer wieder von schweren Erdstößen heimgesucht. Im August vor drei Jahren wurde die nahe liegende Gegend um den Ort Amatrice zerstört, knapp 300 Menschen starben. Auch hier läuft der Wiederaufbau nur sehr schleppend.



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