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US-Außenminister

Berlin-Besuch mit Verspätung: Pompeo trifft Merkel und Maas

Berlin (dpa) – US-Außenminister Mike Pompeo holt heute seinen vor gut drei Wochen kurzfristig abgesagten Deutschlandbesuch nach. Damals zog er es vor, wegen der Iran-Krise in den Irak zu reisen und sorgte damit für Irritationen in der Regierungskoalition in Berlin.

veröffentlicht am 31.05.2019 um 05:01 Uhr
aktualisiert am 31.05.2019 um 07:55 Uhr

Mike Pompeo, Außenminister der USA, holt seinen Deutschlandbesuch nach. Foto: Mandel Ngan/Pool AFP/AP

Die Differenzen in der Iran-Politik werden bei den Gesprächen Pompeos mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) voraussichtlich ein Hauptthema sein.

Während Deutschland sich mit anderen europäischen Ländern um eine Rettung des Abkommens zur Verhinderung einer iranischen Atombombe bemüht, sind die USA schon vor einem Jahr ausgestiegen und setzen Teheran über Wirtschaftssanktionen unter Druck. Weitere Themen dürften Syrien, der Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, Russland und der Ukraine-Konflikt sein.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump Anfang 2017 angespannt. Die US-Regierung wirft dem Nato-Partner Deutschland mangelnde Militärausgaben vor, kritisiert das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 scharf und droht mit Strafzöllen wegen des deutschen Handelsüberschusses.

Bis zum ersten Deutschland-Besuch Pompeos hat es ungewöhnlich lange gedauert. Er ist seit mehr als einem Jahr im Amt und hat bereits fast 40 andere Länder besucht. Auf eine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz hatte der 55-jährige frühere CIA-Chef im Februar dagegen verzichtet, obwohl er zu der Zeit tagelang in Europa unterwegs war und Polen, die Slowakei, Ungarn, Belgien und Island besuchte.

Bei dem Besuch in Berlin wird es zu einem Novum kommen: Erstmals wird Pompeo mit seinem Amtskollegen Maas auf einer Pressekonferenz (10.20 Uhr) auftreten. Bei Maas' Besuchen in Washington vermied es der US-Außenminister bisher, sich gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen den Fragen der Journalisten zu stellen.



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