weather-image
×

Platt versteht nicht jeder / Landesdorf bot viel Spannendes

Wo Niedersachsen schon mal Übersetzer brauchen

Sportliche Darbietungen im Bürgergarten: Im Niedersachsendorf lockten zahlreiche Aktionen Zuschauer an.

veröffentlicht am 21.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:20 Uhr

Hameln (CK). Niedersachsen verstehen sich manchmal einfach nicht. Oder wissen Sie etwa, was es bedeutet, wenn Ostfriesen sagen: „Wat en mooije tun!“? Nun – Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und Innenminister Uwe Schünemann wussten’s jedenfalls beide nicht, übersetzten den Satz mit „Was wir morgen tun (sollen)“. In Wirklichkeit aber lautet die Übertragung vom Platt- ins Hochdeutsche: „Was für ein schöner Garten“ und meint damit den Bürgergarten, in dem das Niedersachsendorf aufgebaut war und dem vor allem die Ostfriesen viel Lob zollten.

Hier präsentierten sich vereine, Verbände, Ministerien und Behörden dem Publikum aus dem ganzen Land. Besonders am Samstag herrschte hier stellenweise großer Andrang – viele wollten mitmachen bei diversen Quizveranstaltungen oder Tests. Die Gewerbeaufsicht etwa, sonst als eher langweilige Behörde verschrien, zeigte Besuchern, wie man, vor allem in Berufen mit gefährlichen Stoffen, seine Hände richtig eincremt. Verblüffend, was da unter UV-Licht zutage trat. Und kein Schummeln hilft bei der Angabe der eigenen Körpergröße: Die Mitarbeiter des Amtes für Landentwicklung, Liegenschaften und Geoinformation (früher Katasteramt) überführen jeden Lügner mit ihren Messgeräten. Aber auch das Landesamt für Verbraucherschutz präsentierte sich, ferner der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie. An ihm lag es sicher nicht, dass, stellenweise die Technik nicht funktionierte.

So konnte die neue Internetseite für Väter (www.vaeeter-in-niedersachsen.de), die am Samstag offiziell von Familienministerin Mechthild Ros-Luttmann, Staatssekretärin Dr. Christine Hawighorst und Ministerialrätin Christa Frenzel freigegeben wurde, nicht direkt vom Laptop in den Bürgergarten geschaltet werden. Aber macht ja nichts – auch auf der Homepage des Familienministeriums finden sich die Tipps spezielle für Väter, und zwar unter www.familien-mit-zukunft.de.

3 Bilder
Nudeln machen am Celler Stand. Fotos (3): Dana

Familien kamen ohnehin auf ihre Kosten im Niedersachsendorf. Und es lag keineswegs allein an zeitweise überraschend niedergehenden Regengüssen, dass das Zelt des Landwirtschaftsinisteriums stets rappelvoll war. Hier konnten Kinder selbst Haferflocken herstellen, konnten im Freigelände kleine Rallyes mit Traktoren ausfahren, während sich die Eltern beim Landvolk informierten oder das kulinarische Angebot der Landfrauen wahrnahmen.

Auch der Sport hatte im Bürgergarten einen hohen Stellenwert. Hier zeigten besonders der Landessportbund und die Sportjugend Niedersachsen, wie Bewegung und Spaß vereint werden können, sei es bei Tänzen, beim Taekwondo oder bei simplen Fußballspiel. Nicht aus der Fassung zu bringen waren währenddessen die Boule-Spieler, die auf den vier Bahnen an der Fontäne ihre Punktspiele austrugen. Müßig wäre es, alle Aussteller aufzuzählen-. Das Fazit am Ende dieser drei Tage: viel Spannendes aus einem Land der Vielfältigkeiten.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt