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Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Fakes, Hoaxes und Kettenbriefen im Internet

WhatsApp Gold? Gibt´s doch gar nicht!

Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt oder Messenger wie WhatsApp benutzt, wird immer mal wieder mit dubiosen Meldungen konfrontiert. In diesen Meldungen wird gewarnt, auf die Tränendrüse gedrückt oder es werden große Gewinne versprochen. Die Bitte dabei: Diese Meldung doch an möglichst viele Bekannte und Freunde weiterverbreiten. Einige solcher Meldungen sind nur nervig, manche können aber auch gefährlich sein. Wir versuchen, etwas Licht ins Dunkel der Internet-Fakes zu bringen.

veröffentlicht am 12.09.2016 um 18:16 Uhr
aktualisiert am 20.06.2017 um 09:06 Uhr

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Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite

Fakes, Hoaxes und Kettenbriefe – was ist das eigentlich?

Hinter dem Begriff Fake verbergen sich Falschmeldungen, die aus diversen Gründen verbreitet werden. Einer der wichtigsten: Aufmerksamkeit generieren. Kettenbriefe spielen mit dem Aberglauben und den Ängsten von Menschen. Zum Beispiel indem behauptet wird, etwas Schlimmes wird passieren, wenn die Meldung nicht weitergeleitet wird. Oder es wird ein positives Erlebnis in Aussicht gestellt, sollte man sich genau an die Anweisungen halten. Hoaxes schließlich sind Warnungen. Ursprünglich war ein Hoax eine Warnung vor vermeintlichen Viren und Trojanern, mittlerweile wird jegliche falsche Warnmeldung unter diesem Begriff gefasst. Auch in Bezug auf Kettenbriefe fällt immer häufiger diese Bezeichnung.

Was sind beliebte Maschen?

Einer der letzten Kettenbriefe, der die Runde gemacht hat, war die Meldung über das angebliche Premium-Angebot WhatsApp Gold. Angeblich sollte es unter diesem Namen eine ganz besondere Version des beliebten Messengers geben. Allerdings wurde der Nutzer bei dem Versuch, die App zu laden, nicht zu einem der bekannten Anbieter wie den Google Play Store oder den App-Store von Apple weitergeleitet, sondern auf eine extra eingerichtete Webseite. Mit dem Download der Fake-App kam dann auch ein Spionage-Virus auf das Smartphone.

Das Versenden von Meldungen, die vermeintlich von den Betreibern des sozialen Netzwerks oder des Messengers selbst stammen, ist generell eine beliebte Masche. Beispielsweise wird verkündet, dass es – nur einen Klick entfernt – ein neues, verbessertes Angebot gebe. Oder es wird gewarnt, der Dienst werde kostenpflichtig werden, wenn man sich nicht genau an die Anweisungen halte.

Spam gibt es nicht nur per Mail. Auch Soziale Netzwerke und Messenger sind beliebte Ziele für gefälschte und gefährliche Meldungen. Foto: dpa

Bei Facebook und Whats-App sind auch oft Meldungen über vermeintliche Gewinnspiele im Umlauf, die entweder einen Preis in Aussicht stellen oder bereits verkünden. Nach einem Klick auf den beigefügten Link geht es dann aber oft nur darum, an die persönlichen Daten zu gelangen. Oder – mit der Bitte um Weiterleitung – an die Daten der eigenen Kontakte.

Wie erkennt man falsche oder gefährliche Meldungen?

Oft hilft es schon, kurz innezuhalten und sich zu fragen, ob die verkündete Nachricht oder das Versprechen sinnvoll erscheint. Eine holprige Sprache und viele Rechtschreibfehler sind bereits ein guter Hinweis. Zudem gibt es in Fake-Meldungen meist keine genauen Angaben, was eine Überprüfung erschwert. Mittlerweile sind aber einige Internetseiten online, die sich dem Entlarven solcher Hoaxes verschrieben haben. Eine der bekanntesten ist Mimikama. Seit 2011 gibt es diese private Initiative, die bei Facebook unter dem Namen ZDDK (Zuerst denken – dann klicken) zu finden ist. Sowohl im sozialen Netzwerk als auch auf der Internetseite gibt es täglich mehrere neue Beiträge. Zum einen wird Nutzerhinweisen nachgegangen, zum anderen generell über Internet-Gefahren aufgeklärt.

Wie kann man sich noch schützen?

Der einfachste Schutz ist wohl das Ignorieren und/oder sofortige Löschen fragwürdiger Meldungen. Auf keinen Fall sollten angehängte Dateien geöffnet oder heruntergeladen werden. Auch der Klick auf mitgeschickte Links kann gefährlich sein. Wird man zur Eingabe privater Daten aufgefordert, sollte man sich zunächst von der Seriosität der Seite überzeugen. Apps sollten in der Regel nur aus bekannten und damit sicheren Quellen installiert werden. Generell gilt: Eine gesunde Portion Skepsis und Vorsicht können nicht schaden.



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