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Persönlichkeit im Quadrat

Warum Instagram für Medien wichtig ist

Quadratisch, praktisch, gut: Wer im digitalen Zeitalter jemanden kennenlernen möchte, braucht sich fast nicht mehr persönlich zu begegnen. Der Mensch ist durch die sozialen Medien gläsern geworden. Kaum ein anderes Medium steht dabei so sehr für Persönlichkeit wie Instagram. Wir fassen zusammen, was sich Medien von der Plattform versprechen und was die Nutzer davon haben.

veröffentlicht am 12.06.2017 um 20:28 Uhr
aktualisiert am 13.06.2017 um 10:22 Uhr

Zwischen Interna und persönlichen Momenten: der Instagram-Aufrtitt der Dewezet. Foto: Screenshot/Instagram Dewezet
Franziska Winkler

Autor

Franziska Winkler Redakteurin / Pressereferentin zur Autorenseite

Auf stolze 9 Millionen Nutzer kommt der seit 2010 existierende und 2012 von Facebook erworbene Online-Dienst allein in Deutschland. Seine Erfolgsformel: quadratische Fotos. Sie zeigen Ausschnitte aus dem Leben der User und befriedigen mit ihrer Visualität die immer stärker werdende Tendenz nach Persönlichkeit im Netz. „Auf Instagram wollen sich die Leute inspirieren lassen, sie gehen auf Entdeckungsreise“, erklärt Amy Cole, die bei Instagram für die Markenstrategie verantwortlich ist. Nicht umsonst gilt die Internetplattform als Sprungbrett für viele Influencer, die mit ihren Auftritten andere Menschen inspirieren. Was vor fünf Jahren noch der eigene Blog war, ist heute der Auftritt bei Instagram. Je höher die Zahl der Follower und der Likes, desto mehr steigt auch der Bekanntheitsgrad.

Geschickt in Szene mit den richtigen Hashtags gesetzt, lässt sich sogar in Einzelfällen Geld mit den Fotos, zum Beispiel durch Produktplatzierungen, verdienen. Eine gewisse Ästhetik spielt dabei große Rolle. Filter, wie „Desert“, „Ludwig“ oder „Mayfair“, verleihen jedem Foto seine eigene Bildsprache. Plumpe Werbung ohne jedes Feingefühl wird auf Instagram meist negativ wahrgenommen. Die junge Zielgruppe (49 Prozent der 20 bis 29-Jährigen nutzen in Deutschland Instagram) möchte das Gefühl haben, dem Fotografen nah zu sein, indirekt an seinem Leben teilhaben zu können. Das große Potenzial Instagrams ist schlichtweg die suggerierte Nähe, die kein anderes Netzwerk in dieser Art zu bieten hat. Unter Jugendlichen hat die App Facebook und Twitter bereits weit hinter sich gelassen. Warum nicht gerade diese Zielgruppe für sein Unternehmen gewinnen?

Für Medienunternehmen ist Instagram in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. In Zeiten, in denen immer weniger gedruckte Zeitungen gekauft werden, muss der Leser dort abgeholt werden, wo er sich aufhält: im Internet. Und das am besten mobil. Denn der Tag beginnt für junge Menschen oft mit dem Griff nach dem Smartphone und nicht nach der Tageszeitung. Damit der nächste Klick dann auch auf der Web-/ Facebookseite oder App der Zeitung landet, muss der zukünftige Leser auch etwas mit dem Medium verbinden. Gerade Lokalzeitungen müssen eine Bindung zu ihren Lesern schaffen. Schließlich bauen sie auf deren Loyalität. Die Liebe zur Heimat und die Geschichten ihrer Bürger, verbunden mit einem Blick hinter den Redaktionsalltag sowie die direkte Kommunikation sind dabei der perfekte Stoff für Instagram. Denn wodurch lässt sich Emotionalität besser transportieren als mit Fotos?

Das Gefühl, auf einer Augenhöhe zu sein, ist dabei von großer Wichtigkeit. Im digitalen Zeitalter darf eine Zeitung nicht nur eine Zeitung sein. Die Nutzer wollen mehr, nämlich Persönlichkeit und das Gefühl, dass sich ihre Zeitung mit ihnen entwickelt. So sind es vor allem auch die Menschen dahinter, die die User interessieren. Je mehr sie sich mit ihnen identifizieren können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch mal ein Auge auf weitere Inhalte dieses Mediums werfen. Die Aussicht darauf hat zu einem Umdenken geführt. Vor ein paar Jahren noch stiefmütterlich behandelt, haben viele Medienhäuser – auch die kleineren – mittlerweile ihren eigenen Instagram-Account. So auch seit Oktober 2015 die Dewezet. Von dem Einsatz eines Rettungshubschraubers, Blicke über die Schultern der Redakteure bis hin zu blühenden Rosen an der Weser findet man in unserem Profil vieles, was das Hamelner Herz und uns persönlich bewegt. Sozusagen ein Potpourri unseres Redaktionsalltags, der nicht nur im Büro stattfindet. Immer dabei im Blick — die Interessen unserer Leser und die passenden Hashtags wie #Hameln, #hm oder #dewezet.


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