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Neue Video-Funktion bald für alle verfügbar / Damit soll die Konkurrenz ausgeschaltet werden

Live streamen mit Facebook

Hameln. Periscope, Meerkat, Snapchat und nun Facebook – der Kampf um den Livestream- Videomarkt hat begonnen. Facebook verändert sein Gesicht, und das wird bald jeder in seiner Timeline merken. Denn ab sofort kann jeder verifizierte User live streamen. Mit dem Update seiner App bringt das soziale Netzwerk das neue Feature „Live Video“ ins Spiel.

veröffentlicht am 08.02.2016 um 17:22 Uhr
aktualisiert am 20.01.2017 um 11:07 Uhr

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Tomas Krause

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Tomas Krause Onlineredakteur zur Autorenseite

Facebook versucht damit nicht nur, Twitters Periscope anzugreifen, sondern vielleicht sogar das bessere YouTube zu bauen. Bereits im August wurde Live für „Personen des öffentlichen Lebens“ und ausgewählte Medien eingeführt, die die App Mentions nutzen. Ähnlich wie bei den anderen Streaming-Diensten Periscope oder Meerkat kann mit einem einfachen Klick das Live-Streaming gestartet werden. Die entsprechende Option wird beim Auswählen einer neuen Statusmeldung angezeigt. Sobald der Dienst gestartet wird, werden die Freunde per Nachricht informiert. Diese können das Video kommentieren. Angezeigt wird auch die aktuelle Zuschauerzahl.

Welche Vorteile sprechen für Facebook?

Solche Live-Videos können im Prinzip von jedem Android-Phone, iPhone, iPod oder iPad gemacht werden. Tatsächlich steht die Funktion bisher aber nur iOS-Nutzern zur Verfügung. Anschauen kann man sich den Stream auf dem Smartphone, am Rechner oder Laptop. Egal, ob es sich um ein Konzert in China handelt, die Sportgala in Hameln oder ob sich jemand Cornflakes in Uruguay anrührt.

Der Unterschied zwischen Periscope und Meerkat besteht darin, dass man den Livestream bei Meerkat nicht speichern kann. Er wird nach Beendigung der Übertragung sofort gelöscht. Bei Periscope ist der Stream immerhin für 24 Stunden sichtbar. Die Videodatei kann man aber auch lokal auf seinem Gerät ablegen und von dort aus weiterverwenden.

Der Facebook-Livestream geht einen Schritt weiter. Auch er wird nach der Übertragung nicht gelöscht, sondern wird automatisch im Videobereich der Profilseite gespeichert. Zweitens gibt Facebook seinem Livestream-Dienst sehr viel Algorithmus-Liebe mit: Der Livestream wird über Newsfeeds weit verbreitet und landet per Nachricht überall. Drittens, und das ist vielleicht das entscheidende Kriterium für Facebook Live: es ist nicht nötig, eine neue Fan-Gemeinde auf einer neuen Plattform aufzubauen. Je nachdem, wie viele Facebook-Fans die eigene Seite hat, erreicht man auf einen Schlag eine entsprechend große Anzahl von Nutzern.

Die Nutzerzahlen von Facebook sprechen für sich. Täglich werden in dem Netzwerk etwa acht Milliarden Videos abgerufen. Die Aufrufe werden von 500 Millionen Nutzern generiert. Zum Vergleich: Periscope hat zehn Millionen Nutzer, Meerkat, mit denen alles anfing, führt mit nur 300 000 Nutzern ein Schattendasein.

Fazit: Sobald Facebook seine neue „Live-Video“-Funktion weltweit startet, werden die 1,5 Milliarden Nutzer sich sicherlich auf den Dienst stürzen. Ob das Periscope schaden wird, bleibt abzuwarten. Denn dort halten sich vorwiegend professionelle Anwender auf. Facebook selbst gibt den Rat aus, mit der neuen Funktion vor allem private Ereignisse wie Hochzeiten, Urlaub oder Geburtstage zu streamen.



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