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Marquess, Guildo, Graham Bonney & Co. mobilisieren die Massen / Vor den Radiobühnen ist die Hölle los

Bühne frei für Power-Hits, Schlager und Disco-Mucke

Hameln. Nein, schauriges Wetter gibt es nicht – zumindest nicht, wenn Graham Bonney auftritt. Da kann es ruhig wie aus Kübel schütten: Die vielen Fans, die sich vor der NDR-Bühne drängen, bleiben eisern an ihrem Platz, machen Stimmung wie bei einer Sommerparty, singen mit, klatschen, sind super drauf. Der 66-Jährige mit den „Siebenmeilenstiefeln“ ist eben immer noch ein Kracher. Und hat sein Publikum fest im Griff. Seit über 40 Jahren schon haben die deutschen Schlager-Fans den Briten mit dem bezaubernden Akzent fest in ihr Herz geschlossen. Das merkt man, da springt sofort der Funke über – egal, ob Graham Bonney „Du bist viel zu schön“, „Supergirl“, „Wähle 333“, englische Oldies, Rock’n’Roll oder Country Songs singt. Er gibt alles auf der Bühne. Und die Fans feiern ihn.

veröffentlicht am 21.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:20 Uhr

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Mit Truck Stop auf Achse

Auch die kernigen Jungs mit den Cowboy-Hüten, die danach die Bühne betreten, sind gleich mittendrin und dran am Publikum: „Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n“ – das kennt man von Truck Stop. Das Publikum, das dicht an dicht vor der Bühne, an der Promenade und auf der grünen Wiese steht, will mehr als ein Lied: Es will Truck Stop nonstop. Und es bekommt Truck Stop, so wie man die deutsche Country- und Schlagerband kennt: mit straightem Sound, straight von der Straße.

Seit 1973 sind die Jungs „auf Achse“, schon ihr erster deutscher Song „Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n“ war ein Mega-Erfolg. Und nicht nur der Titelsong zur TV-Serie „Großstadtrevier“ ist längst Kult, auch alle anderen Lieder kennen die Fans: Der wilde wilde Westen, Louisiana Lady, Emmylou Emmylou – die Jungs sind heiß wie Chili, und das Publikum taut auf, geht begeistert mit, wenn Truck Stop „Potz Blitz“ das launische Wetter vergessen lässt. Die vielen Schaulustigen pfeifen drauf und halten’s mit den Truckern auf der Bühne: „Leb’ dein Leben“. Auch wenn mal ein bisschen Regen fällt.

Samstagabend dann der Top-Act auf der NDR-Bühne: Marquess ist da! Teenies kreischen, klettern auf die Schultern von Freunden, um einen Blick auf die Jungs zu erhaschen. Umfallen kann keiner, dazu ist es zu eng: Der Platz ist eindeutig zu klein, wenn eine Band wie Marquess auftritt. Mit Latino-Pop haben sich die Senkrechtstarter aus Hannover an die Spitze der Charts katapultiert. Auch beim Tag der Niedersachsen sorgen sie für gute Lune. Partystimmung macht sich an der Weser breit. „Arriba“ – der Sommer kann kommen! Zumindest musikalisch. Und die Begeisterung schwappt über.

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Action auch auf der Hitradio-Antenne-Bühne auf dem Rathausplatz. Dort legte Kevin Kalvus, der als „Herr der Kugel“ fast ein DSDS-Supertalent geworden wäre, eine klasse Show hin. Mit atemberaubender Kugelakrobatik zog er die Zuschauer in seinen Bann und riss sie zu Begeisterungsstürmen hin.

Abends aber setzte dann bei Hitradio-Antenne die schwedische Popband Alcazar noch einen drauf: Mit ihrem Hit „Crying at the discotheque“ verkaufte sie Platte um Platte, stürmte die internationalen Charts und brachte auch bei ihrem Konzert am Tag der Niedersachsen das Discofieber wieder nach Hameln. Mit einer stimmungsvollen, tanzgewaltigen Show brachten die drei Schweden die Menge zum Toben und kamen auch der Forderung nach einer Zugabe nach: Mit ihrem brandaktuellen Song „Burning“ brachten sie dann wirklich jeden zum Tanzen.

Keine Überraschung: Guildo Horn

Er firmierte im Programm als Überraschungsgast – doch von einer Überraschung konnte keine Rede sein. Schon lange vorher wusste ganz Niedersachsen, wer am Samstag ab 21 Uhr auf der ffn-Bühne auf dem Pferdemarkt steht: Guildo Horn und seine Band, die Orthopädischen Strümpfe.

Und Guildo legt mit Ti Amo gleich richtig los, wird gefeiert und umjubelt. Azurro, 17 Jahr, blondes Haar – das Publikum tanzt, die Hände zum Himmel, Guildo rockt Hameln.

Wie ein Irrwisch hopst der bunt kostümierte Schlagerbarde mit wehendem Haar und fliegenden Rockschößen über die Bühne, legt sich mächtig ins Zeug – und wenn‘s drauf ankommt auch schon mal quer auf die Bretter. Keine Frage: Guildo und seine virtuose Strumpf-Band sind in Bestform, heizen Hunderten Fans mit rockig vertonten Schlagern gehörig ein. Nach gut einer Stunde ist Schluss – doch natürlich nicht ohne Zugabe. „Danke“, trällert Guildo, dankt musikalisch dem Publikum, seinen bestrumpften Orthopäden, um dann endlich seinen größten Hit zu schmettern: „Guildo hat euch lieb“. Na dann: „Piep, piep, piep“...

Piep, piep, piep, Guildo hat euch lieb: Der „Meister“ legte sich auf der ffn-Bühne ins Zeug (re.).

Auf Achse beim Landesfest – mit Cowboyhut und Hits nonstop: Truck stop (li.).

Fotos: Wal

„Arriba“ – der Sommer kann kommen! Zumindest musikalisch, wenn Marquess auftritt. Die Band war der Top-Act auf der NDR-Bühne.

Foto: Dana



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