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Facebook-Seite „Spotted: Hameln“ als lokale Kontaktbörse

Auf der Suche?

Die Idee ist schon älter und seit dem letzten Jahr gibt es das Angebot auch in Hameln: Spotted-Seiten bei Facebook helfen dabei, Menschen wiederzufinden, die man nur kurz gesehen, aber nicht angesprochen hat. Sozusagen ein Hilfsdienst für die Zaghaften und Schüchternen.

veröffentlicht am 22.08.2016 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 06.10.2016 um 13:21 Uhr

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Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite

Seinen Ursprung hat der Hype im schottischen Glasgow. Hier wurde im Dezember 2012 die Seite „Spotted: Glasgow Uni Library“ ins Leben gerufen. Nach der Unibibliothek auf der Insel dauerte es dann nicht mehr lange, bis es auch in mehreren Städten auf dem Kontinent entsprechende Angebote gab. Seit dem Sommer 2015 ist auch Hameln dabei.

„Spotted: Hameln“ will helfen, „dem Schicksal eine zweite Chance“ zu geben. Mit diesen Worten beschreibt der 28-jährige Betreiber, was ihn dazu gebracht hat, eine Spotted-Seite für Hameln einzurichten. Er selbst will anonym bleiben, verraten werden darf nur, dass er in Hameln geboren und aufgewachsen ist und heute noch hier lebt.

Auch diejenigen, die sich mit ihrer Suche an „Spotted: Hameln“ wenden, haben die Möglichkeit, anonym zu bleiben. Der Kontakt wird dann über den Seitenbetreiber vermittelt. Unterstützt wird dieser von bis zu sieben weiteren Personen, die ehrenamtlich bei der Betreuung der Seite helfen. Vor allem am Anfang habe der Rat des Betreibers der Facebook-Seite „Polizei Hameln - Inoffiziell“ sehr geholfen. Einen Hinweis auf die Zusammenarbei gibt es auch noch im Titelbild der Seite (Bild rechts).

Jemanden gesehen, sympathisch gefunden, aber zu feige zum Ansprechen gewesen? Ein Blick ins Internet könnte helfen. Foto: Pixabay

Die Anfragen bei „Spotted: Hameln“ sind kostenlos. Sie können jedoch nicht direkt auf der Seite geteilt werden, sondern werden erst vom Seitenbetreiber und seinen Helfern geprüft. Damit soll verhindert werden, dass Anfragen auf der Seite erscheinen, die nicht ernst gemeint sind. Generell würden keine Nachrichten weiterverbreitet, die von Fake-Profilen stammen. Das werde auch aus Respekt vor den Gesuchten so gehandhabt, sagt der Seitenbetreiber.

Zwischen 20 und 30 Nachrichten gehen durchschnittlich pro Tag ein. Darunter befinden sich zum einen gezielte Suchen, zum anderen aber auch allgemein gehaltene Kontaktanzeigen. Es gibt also die Möglichkeit, einfach so miteinander in Kontakt zu kommen, Menschen zu finden, die dieselben Interessen teilen oder auch keine Lust haben, alleine ins Kino zu gehen.

Wie viele Pärchen sich über Spotted gefunden haben? Dazu gibt es keine Statistik. Ab und zu melde sich aber schon einmal ein glückliches Paar. Auch von einem Hochzeitspaar weiß der Seitenbetreiber zu berichten. Deren Geschichte möchte er bald sogar in einem Video festhalten.

Falls Ihnen also auf dem Pflasterfest in Hameln jemand aufgefallen ist: schnell melden. Vielleicht ist es der zukünftige Ehepartner.



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