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Ab Montag will das Land Handel, Gastro und Tourismus lockern

Video: Notbremse außer Kraft

Die Corona Regeln im Detail

veröffentlicht am 06.05.2021 um 20:26 Uhr

Aufgrund fallender Corona-Inzidenzwerte gilt in Hameln-Pyrmont die Bundesnotbremse seit Donnerstagfrüh nicht mehr. Der Landkreis hat dazu eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die die Bundesnotbremse ab Donnerstag in Hameln-Pyrmont außer Kraft setzt und damit verbundene schärfere Maßnahmen wie zum Beispiel die nächtliche Ausgangssperre zur Pandemie-Bekämpfung aufhebt. Seit Donnerstag 0 Uhr gilt damit in Hameln-Pyrmont wieder die niedersächsische Corona-Verordnung.

AHA-Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen – gilt weiterhin.

Besuch & Kontakt: Alle Menschen aus einem Haushalt und zwei Personen aus einem anderen Haushalt dürfen sich treffen. Nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt. Kinder bis 14 Jahren und Pflegepersonen können mitkommen.

Einzelhandel: Die Landesregierung will ab Montag in stabil unter der 100er Inzidenz liegenden Landkreisen den kompletten Einzelhandel wieder freigeben. Ab Montag wieder öffnen soll für negativ Getestete und Geimpfte der komplette Einzelhandel, und zwar ohne Terminvereinbarung. Ein zu Hause gemachter Selbsttest reicht nicht aus, Genesene allerdings werden mit negativ Getesteten gleichgestellt. Von Donnerstag bis Sonntag gilt hier: In der Zwischenzeit haben Lebensmittel- und Getränkehandel, Wochenmärkte, Gärtnereien und Blumenläden, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Orthopädie, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Handel, Werkstätten, Banken und Sparkassen, Post, Reinigung, Zeitungsverkauf, Buchhandel, Tierbedarf und Großhandel sowie Baumärkte geöffnet, die beiden Letzteren für gewerbliche Kunden.

Körpernahe Dienstleistungen: Beim Friseur, im Kosmetikstudio, Tattoostudio, in der Massagepraxis, bei der Physiotherapie, Ergotherapie, Podologie oder Fußpflege gilt: Wenn der Kunde nicht dauerhaft eine medizinische Maske tragen kann, muss ein negativer Corona-Test durch einen PCR-Test, einen PoC-Antigen-Test oder einen Selbsttest vorgelegt werden.

Kinder & Schulen: Ab Donnerstag gilt: In der Kindertagespflege dürfen maximal zehn Kinder betreut werden – mit entsprechenden Hygieneregeln. Der Kita-Betrieb ist erlaubt, allerdings sollen die einzelnen Gruppen unter sich bleiben – und die Gruppengrößen sind beschränkt. Die Schulen unterrichten im Wechselmodell, die Lerngruppen sind auf 16 Schüler begrenzt. Es gilt eine Maskenpflicht, also auch im Unterricht – von der Maske im Unterricht befreit sind nur die Klassen 1 bis 4. Schulveranstaltungen und Fahrten bleiben untersagt. Aber ab Montag will sich Niedersachsen von seinem strikten Corona-Kurs an Schulen verabschieden und wieder Wechselunterricht für alle Schulen unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 ermöglichen. Auch die Kindertagesstätten wechseln unterhalb dieser Inzidenz wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag ankündigte. Diese Lockerungen greifen vom kommenden Montag an. Niedersachsen setzt damit die erweiterten Möglichkeiten für den Schulunterricht um, die die Bundesregeln für Hotspots bereits ermöglichen. Wechselunterricht, das sogenannte Szenario B, bedeutet, dass eine Hälfte der Schüler in der Schule unterrichtet wird, während die andere Hälfte zu Hause lernt. Viele Schüler in Niedersachsen befinden sich inzwischen seit knapp fünf Monaten im reinen Distanzunterricht und haben ihre Schule seit Mitte Dezember nicht mehr besucht.

Gastronomie: Aktuell gilt: Kneipen, Bars, Restaurants, Clubs, Diskotheken bleiben geschlossen. Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt. Ab Montag soll die Gastronomie zunächst draußen und zwei Wochen später auch drinnen wieder öffnen dürfen, dort dann mit einer Kapazitätsbegrenzung auf 50 Prozent, einem Hygienekonzept und einer Sperrstunde um 23 Uhr.

Tourismus & Hotels: Aktuell gilt: Nur Dienst- und Geschäftsreisende dürfen übernachten. Touristische Gäste dürfen nicht in Hotels beherbergt werden. Ab Montag soll gelten: Der Tourismus wird für voraussichtlich drei Wochen zunächst nur für Einwohner Niedersachsens geöffnet - in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen sollen wieder touristische Übernachtungen möglich sein, Auslastung maximal 60 Prozent, gekoppelt an negative Schnelltests oder einen Impfnachweis.

Sport: Aktuell ist der Sportbetrieb in Gruppen nicht erlaubt. Das Land plant, für Kinder ab Montag wieder Sport im Freien für bis zu 30-köpfige Gruppen zu gestatten – damit wären etwa wieder Fußballspiele möglich.

Gottesdienste und ähnliche religiöse Veranstaltungen sind drinnen wie draußen unter den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln zulässig.

Treffen von Vereinen, Parteien und Initiativen sind drinnen wie draußen unter den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln zulässig.

Geschlossen/verboten: Ausstellungen, Messen, Kongresse, Jahrmärkte, Theater, Konzerthäuser, Kulturzentren, Kinos (mit Ausnahme Autokinos), Freizeitparks, Indoor-Spielplätze, Kletterhallen, Spielparks, Abenteuerspielplätze, Spielhallen, Saunen, Thermen, Schwimmbäder, Fitnessstudios, touristische Bus- und Schiffsfahrten, Volkshochschulen, Musikschulen.

Öffnen dürfen: Mensen, Kantinen, Museen, Galerien, Freilichtmuseen, Tierparks, Zoos, botanische Gärten – mit den gebotenen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln.



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